Becoming Mila – Teil 3 – Ärztemarathon

Hallo ihr Lieben,

heute will ich euch etwas an meinen Anfängen teilhaben lassen. Wie ich entdeckt habe, dass ich mehr Frau als Mann bin oder wie ich mich das erste mal en femme vor die Tür getraut habe. Zum Teil sammel und erweitere ich hier einfach mal alte Forenbeiträge aus meinen Tagen im Crossdresser-Forum. Meine Erlebnisse werden nicht unbedingt chronologisch geordnet veröffentlicht – eher so wie ich mich daran erinnere und das Geschehene aufarbeite 🙂
Heute habe ich für euch:

Ärzte und Therapeutenmarathon

2014 war ein…nennen wir es turbolentes Jahr. Ich komme immer mehr in meiner neuen Haut an und kann nur sagen, dass ich den Schritt kein bisschen bereue. Nie war ich als Mensch glücklicher und ein Weg zurück kommt never in Frage…. Leider ging bisher nicht alles so reibungslos wie ich es gern gehabt hätte, aber ich bin jetzt wieder „on the road“

April 2014

Ich fange einfach mal an, wo ich im Februar aufgehört habe und muss sagen, Termine sind Teufelszeug. Termine hassen mich.
Es ist eigentlich egal, um was es geht…es hat nie beim ersten Mal hingehauen. Mein erstes Outing beim Hausarzt….3 Terminanläufe. Psychologen? Keine termine frei oder bestätigte Termine auf unbestimmte Zeit platzen gelassen. Im Endeffekt habe ich 4 Monate nach einem Psychotherapeuten gesucht bis ich fündig geworden bin. Aber die Wartezeit hat sich gelohnt, ich bin mehr als zufrieden mit der Dame (Danke an Claudia).
Das einzige was bisher super geklappt hat, war die Grunduntersuchung beim Endokrinologen in Hamburg (Termin innerhalb von 3 tagen- Super und vielen Dank an Anouk!) und das Ergebnis nach 2 Wochen. Hab mir ja schon wieder sonst was für Krankheiten angehypochondert…aber bin gesund wie der Fisch im Wasser (bis auf mein Vit D…aber so what?)
Und nach 5 Stunden Psychotherapie habe ich nun auch endlich meine Indikation F64 – juhuu! Was endlich auch offiziel Gynokadin bedeutet ^^
Einen Termin beim Phoniater habe ich am Freitag und den darauf folgenden Termin bei der Logopädin dann am Dienstag drauf…ja ich habe dieser Tage einen vollen Kalender und arbeiten muss ich als Selbstständige leider auch noch hin und wieder 😉

Tja…und dann ist da die Sache mit meiner Ehe….nun seit Samstag bin ich quasi wieder single – da ist sie bei Ihrem Neuen eingezogen. Aber alles soweit in Ordnung. Wir sind noch Freunde. Macht die Sache vielleicht sogar noch schwerer – aber ich steh das alles auch allein durch. Schließlich habe ich das alles nicht umsonst in Kauf genommen. In diesem Sinne finde ich etwas Schade, dass die Kaki-Gruppe so eingeschlafen ist….aber vielleicht hilft ja dieser Aufruf hier…

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Ja…auch die letzte Woche war wieder von einigen…nennen wir es mal dezent „Highlights“ geprägt…
So ein Um- bzw. Auszug ist leider immer nicht ganz so einfach. Meine Frau ist ja letztes Wochenende ausgezogen, was nicht bedeutet dass nicht noch in der Woche das eine oder andere Zeug hin und her geschleppt wurde. Wahnsinnig froh bin ich über die Tatsache das es bei uns kein Gezanke gibt, wer was bekommt. Das läuft alles absolut fair. Schwer ist es trotzdem zwei Leben auseinanderzuklabüstern.
Was für mich dann auch einen kleinen Heulkrampf am Dienstag bedeutete als ich hier im halb leeren Haus saß…
Aber ich stopfe mir ja derzeit den Terminkalender so rappelvoll, dass ich immer was tun habe:

Mittwoch:
Hausarzt – Gesundheitscheckup
Kieferchirurgie – Beratungsgespräch + Schädelröntgen (seit wann werden Goldkronen gestiftet???)

Donnerstag:
Termin beim Endo – gab doch kein Gel. E2Tabletten und Androcur

Freitag:
Besuch beim Phoniater (Praxis Fr. Dr Rohlfs in HH- Eppendorf – unglaublich nette Frau und sehr TS offen)
DAS war mein Hai-Light der Woche, da ich darüber hier noch nicht besonders viel gelesen hatte und eigentlich ganz unvorbereitet war…
Mit Termin hab ich auch nur etwa 10 min gewartet, dann ging es mit einem ordinären Hörtest los – Ohren 1a mit Zucker drauf, dann kam ein Test dessen zweck ich nicht ganz erfasst habe, aber egal. Da wurde der Gehörgang unter Druck gesetzt und dann mit verschiedenen Tönen beschossen was auf dem Bildschirm für ein Wasserfallspektrum sorgte – Aussage? Keine Ahnung.
Na jedenfallsging es danach direkt zu Frau Doktor – und ich stutzte erstmal bezügliuch des aufgebauten Instrumentariums sowie der Flasche Lidocain ^^ aber wie gesagt, unglaublich herzliche Frau. Nach kurzer Erklärung sollte eine Kehlkopfendoskopie gemacht werden um die Funktion meiner Stimmlippen zu überprüfen. Mkay… Dafür wurden mir Rachen sowie Nasenraum durch Pumpspray eingeschläfert, da je eine Aufnahme durch den Mund als auch durch die Nase stattfinden sollte – worauf hatte ich mich hier eingelassen? ^^
Egal..war eigentlich garnicht schlimm. Sie hat halt jewrils Ihre Kamera schön in den Gaumen geschoben und dann sollte ich diverse Töne und Klänge von mir geben damit sie sehen kann wie sich da lles Bewegt. Garnicht so einfach wenn man betäubt ist. Und der Weg durch die Nase war auch nicht gaaaanz so angenehm…aber gibt viel schlimmeres. Hinterher hat sie mir das Video gezeigt und alles ganz genau erklrärt – TOP! Alles in bester Ordnung bei mir – untrainiert aber völlig gesund. Gute Voraussetzungen für mein Vorhaben.
Danach wurde ich zu Ihrer Kollegin verabschiedet die ein „leistungsspektrum“ meiner Stimme erstellen sollte – das war auch ganz Interessant. Dafür habe ich ein Headset aufbekommen und sollte Töne ihrer Klaviatur, Tonleitern, Falsetts, Haaas und Huuus und weiss der Geier was nach sprechen, flüstern, hauchen, Schreien ^^ Im Nachhinein meinte sie, es wäre unglaublich schade, dass ich nie im Leben eine Gesangsausbildung hatte, da meine rein biologischen Voraussetzungen phänomenal wären (dabei treff ich bei Singstar keinen Ton 😉 )
Tja…soviel dazu….am Dienstag habe ich meine erste Stunde Logopädie – bin gespannt ob „biologische Voraussetzungen“ tatsachlich etwas bedeutet…

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