Meine Geschlechtsangleichende Operation – OP und die ersten Tage danach

Meine Geschlechtsangleichende Operation

Hallo ihr lieben 🙂
Ich weile wieder unter den Lebenden brauchte aber erst einmal etwas Zeit um alles zu verarbeiten…so eine GaOp ist schon nicht ohne und hat mich doch ganz schön mitgenommen – jede die was anderes behaupten würde….

Ich fange mal chronologisch an und erzähle euch wie meine OP gelaufen ist.
Montag der 16.11.2015. Mein grosser Tag. So aufgeregt ich die Tage vorher auch war, so ruhig war ich vor der OP. Ok, vielleicht war das auch so eine Art Schockstarre…ich weiß es nicht ^^
Jedenfalls hatte ich die Nacht wie ein Baby geschlafen auch wenn mein Abführmittel mich 2 oder 3 mal geweckt hat, aber so ist das nun mal.
Geweckt wurde ich gegen 7 Uhr und ich hatte genug zeit mich körperlich und mental vorzubereiten. Zähne putzen, nochmal das Gemächt reinigen – war schon ein komisches Gefühl „Ihn“ das letzte mal in die Hand zu nehmen.
Die OP war für 11.20 Uhr angesetzt. Gegen 10 Uhr sagte mir die Schwester dann, dass ich mich doch bitte fertig machen solle und gab mir meine LMAA-Pille. Dann noch kurz das sexy Krankenhausnachthemd übergeworfen und ins Bett gekuschelt und auf die Dinge gewartet die da kommen würden. Um 10.30 Uhr wurde ich dann abgeholt und von meinem vorläufigen Nachtlager auf der c4a Richtung OP gerollert – hab dabei fast geschlafen; Pille hat gewirkt.
Kurz darauf hat man mich dann beim Narkosearzt abgestellt wo mir ein Zugang gelegt wurde was erfahrungsgemäß leider recht unangenehm war. Darüber will ich aber geflissentlich hinwegsehen, da der Doc so ein Patrick Dempsey typ war ;P
Dann hab ich auch schon die Sauerstoffmaske aufbekommen und durfte einen tiefen Zug aus der Pulle nehmen. Und genau so wie beim BA hab ich die ganze zeit darauf gewartet, dass die Narkose einsetzt…nur das beim nächsten Blinzeln schon alles vorbei war!!! Die hab ich diesmal unglaublich gut weggesteckt – top Team, Überwachung und Narkose. Tja, schon alles passiert…keine Schmerzen –  nur ein seltsamer Druck im Schritt. Das war es also – adieu Murmeln, aber viel zu tun hatten die ja eh nicht mehr…
Euphorie wäre zu viel gesagt, aber ich war glücklich. Wie spät es war, kann ich nicht genau sagen, aber auf mein zukünftiges Zimmer wurde ich dann gegen 15 Uhr gefahren. Ich fühlte mich so gut, dass ich sogar noch ein Mittagessen bekommen UND verspeist habe. Dann hat mich aber doch die Müdigkeit übermannt und mich zu einem kleinen Nickerchen gezwungen.
Als ich dann abends wieder wach wurde, hatte ich das erste mal Gelegenheit so richtig in meinen Körper reinzuhorchen. Die Operation sollte völlig unproblematisch und komplikationslos verlaufen sein aber so ein paar schmerzen machten sich jetzt doch breit – gutes Stichwort ^^ auf ein Flehen meinerseits bekam ich sofort Tramal per Tropf und sah quasi die Einhörner tanzen. Allerdings hat mich das Zeug auch für den Rest des Tages ausgeknockt. Viel mehr als eine kurze Statusmeldung in FB hab ich nicht mehr geschafft.
Die folgende Nacht war ehrlich weniger schön. Bin immer nur in so eine art Dämmerschlaf gerutscht und lag sehr unbequem weil ich mich nicht getraut hab mich zu bewegen…

*Nachtrag: Immer wieder werde ich gefragt, ob ich eine Spinalanästhesie bekommen hätte – Nein, habe ich nicht. Ich bin nicht einmal sicher nach welchen Kriterien die überhaupt gelegt wird, denn ich wurde zu keiner Zeit gefragt, ob ich eine haben möchte. In meinem Fall war es auch nicht nötig, aber die Frage taucht immer wieder auf…vielleicht kann mich hier ja jemand Aufklären, dann trage ich das gerne nach…

Tag 1 post op:

Wie das so ist, hatte ich das Gefühl gerade/endlich eingeschlafen zu sein, als die Visite plötzlich im hellerleuchteten Zimmer stand ^^ soweit so gut alles.
Als nächstes stand der tägliche Check an: Temperatur, Blutdruck, Puls und O2-Sättigung.
Gegen 11 uhr kam dann die Physio und hat mich gleich einen Tag post OP aus dem Bett gescheucht. Boa… hatte ich Schiss vor den Schmerzen, aber das war tatsächlich alles gut erträglich. Blutdruck hat gut mitgemacht. Gar nicht schlecht…nur etwas breitbeinig mein Gang ^^ achja…schön mit Rollator das Ganze. So bin ich also 3 oder 4 mal das Zimmer auf und ab marschiert und war hinterher aber echt fertig. So eine op schlaucht doch ganz schön…ich glaube ich hab dann fast bis zum Abendbrot durch geschlafen…aber dann wurde es langsam etwas unschön.
Mein Druckverband unten rum begann sich ordentlich vollzusaugen und schon kurz darauf lief die Suppe aus allen Ritzen. Anfänglich konnte das noch mit darüber getapeten Binden gestoppt werden aber zur nächsten Kontrolle in der Nacht hätte ich bei CSI mitspielen können – als Mordopfer! Und das setzt mir emotional ganz schön zu…das suppt und suppt und suppt…soll aber alles noch im Rahmen sein.

*Nachtrag: Das war aber auch eine Sauerei…nur die Decke angelüpft und schon hat einen das blutige Massaker angesprungen. Daran erinnere ich mich wirklich nicht gerne zurück…

Tag 2 post op

Heute morgen war frau Doktor persönlich bei der Visite mit dabei – die Blutung ist zwar recht stark aber nicht kritischer. Der Verbandwechsel wird aber wohl einen Tag vorgezogen wenn das nicht weniger wird.
Dann wieder der Checkup wie gestern und dann warten…was da heute passieren würde. Und wieder gegen 11 kam eine neue Physio um mich aus dem Bett zu jagen, was mir heute wegen der Blutung und der durchgeweichten Windel besonders angst gemacht hat – aber die kleine Rückenmassage war einfach nur geil. Wenn man den ganzen Tag auf dem Rücken liegt ist sowas gold wert!!!
Tja..genau wie gestern hat mich das aber ordentlich ausgepowert und ich bin fast sofort wieder eingeschlafen.
Die schmerzen sind im allgemeinen echt gut auszuhalten. ..an die Schmerzmittel muss ich mich echt erinnern.
Das Mittagessen hier ist fantastisch – ich trau mich nur auch hier nicht so richtig reinzuhauen, da die Verdauung noch nicht wieder so recht will. Aber lecker und reichlich ist es – ich wurde sofort wieder auf Vollkost gesetzt.
Nachmittags habe ich dann Familienbesuch bekommen – eine Wohltat! Ich wurde erst einmal mit allem ausgestattet was man so zum glücklichsein braucht: Chips, Cola, Minisalamis…alles was einem so richtig schön die Blutgruppe versaut ^^
Tja…jetzt liege ich hier mit meinem Handy und tippe mühsam diese Zeilen und freue mich, dass die ganz schlimme Blutung wohl so langsam nachlässt. Die Unterlage war eben zwar immer noch rot aber oben kommt es nicht mehr raus…das baut mich doch enorm auf. Ich bin gespannt was die nächsten Tage bringen.
Nachtrag: ich hab geschrieben dass ich größtenteils schmerzfrei bin…das stimmt, bis auf die Momente wo die nerven da unten kurzfristig richtig Gas geben. Das lässt sich am besten mit einer Krokoklemme an der Klitoris vergleichen…das kommt aus heiterem himmel und verschwindet dann auch wieder….zumindest lebt unten was ^^

*Nachtrag: Das war echt heftig! Im einen Moment nichts – dann plötzlich ein heftiges Nervenflackern. Wie ein Stromschlag direkt in die Klit. Das ist bestimmt so 5 bis 6 Mal am Tag passiert und ist wohl auf die Heilung der Nervenfasern zurückzuführen. Immerhin wird der Penis mit einer Schere in Form geschnitten….

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