Luzides Träumen

Luzides Träumen

luzides träumen

Luzides Träumen – Habt ihr davon schon einmal gehört? Ich will euch davon berichten. Vermutlich kennt ihr das alle, nur eben nicht unter dieser Bezeichnung. Ein luzider Traum ist ein sog. Klartraum. Wir alle träumen. Jede Nacht. Wir verarbeiten was wir erlebt haben, gefühlt haben. Nur meistens erinnern wir uns nicht mehr daran was wir geträumt haben – bis auf ein Paar verschwommene Erinnerungsfetzen kurz nach dem Aufwachen. Doch auch diese verfliegen meist wie Rauch im Wind.
Anders ist es bei den Luziden Träumen. Sie sind ECHT. Sie fühlen sich real an. Du bist mitten drin im Geschehen. Ein Klartraum kann sich realer als die Wirklichkeit anfühlen. Klarträume sind solche Träume, in denen man völlige Klarheit darüber besitzt, dass man träumt und nach eigenem Willen handeln und Einfluss nehmen kann. Bei normalen Träumen, sofern man sie erlebt, ist man nur Statist und seinem Unterbewusstsein ausgeliefert.
Die meisten Menschen haben laut Statistik zwischen 3-4 Klarträume im Jahr – jeder den ich bisher zu dem Thema gefragt habe, sagte er hätte sowas noch nie gehabt und würde gar nicht träumen. Das stimmt natürlich nicht, sie erinnern sich blos nicht.

Luzides Träumen hört sich erst einmal cool an

Ich weiß, dass ich träume, kann Einfluss nehmen und meine Erfahrungen mit in den Wachzustand mitnehmen. Nun…ist es nicht immer…denn luzides träumen kann verdammt anstrengend sein. Körper und Geist sollen sich in der Nacht erholen – nun…ich LEBE oft genug einen ZWEITEN Tag. Meine Träume sind teilweise extrem. Ich bin für mein reges Unterbewusstsein bekannt.
Oben sagte ich, dass 3-4 Klarträume im Jahr normal sind – bei mir sind es eher 10-15. Unterschiedlichste Themen. Manchmal kann ich mir einen Reim auf aktuelle Anlässe machen, manchmal eher weniger. OK, eher weniger. Die WTF-Brain-Träume überwiegen.
Meine Traumphasen sind auch nicht gleichmäßig verteilt. Wenn ich luzide träume, dann meist 3-4 Nächte hintereinander. Meisten unterschiedliche Themen aber manchmal auch eine zusammenhängende Geschichte.

Was sind Klarträume?

Spirituelle Menschen sehen darin die Loslösung der Seele vom Körper – Mediziner eine gesteigerte REM-Aktivität durch Aktivität normalerweise im Schlaf unbenutzter Hirnareale. Was es im Endeffekt wirklich damit auf sich hat…wer weiß das schon. Bewußt steuern kann ich nicht WANN ich einen luziden Traum haben will. Angeblich soll das erlernbar sein, aber bewiesen ist da nichts.
Schamanen…nun die haben sicherlich einen ganz anderen Stoff Technik, um ans Ziel zu kommen.

Haben Klarträume eine körperliche Auswirkung?

Wenn man luzide träumt und sich in seinem Traum körperlich anstrengt, dann hat das durchaus messbare Auswirkungen – erhöhter Puls, gesteigerte Atemfrequenz, kapillare Veränderungen je nach geträumter Temperatur und noch ein Paar andere. Dazu kommt die mentale Erschöpfung denn oft fühle ich mich nach so einem Traum als hätte ich gar nicht geschlafen – teils richtig groggy wenn ich körperlich aktiv war.

Wovon träume ich nachts?

Oft habe ich mir vorgenommen ein Traumtagebuch zu führen, doch gemacht habe ich es nie, aber an die obskursten Träume erinnere ich mich auch so. Nicht jeder Traum ist aufregend oder gar erwähnenswert, aber ein Paar fallen da schon aus der Reihe.

Zeit: Irgendwann 2003
Kategorie: Bundeswehr
Wir sind beim Formaldienst und marschieren im Gleichschritt durch die Straßenschluchten der Kaserne. Mitglieder meines Zuges sind hauptsächlich mir fremde unbekannte Gesichter, aber es gehören auch ehemalige Realschullehrer sowie Kollegen aus meinem Ausbildungsbetrieb dazu. Das Ganze findet absolut stillschweigend statt und wir marschieren und marschieren und marschieren…bis aus den Straßen die afrikanische Savanne wird. Hier soll das Schießtraining absolviert werden und jedem wird eine Erdkuhle zugewiesen. Meine ist unbequem – sie ist voller spitzer Steine – an dieser Stelle merke ich, dass ich träume und denke mir, dass ich das Schießen noch mitnehme bevor ich aufwache, um den Steinen zu entgehen. Dann werden die Gewehre, ein mir unbekanntes Fabrikat vergeben. Als ich schießen will zerfällt mir die Knarre in mindestens 50 Teile von denen einige in alle Himmelsrichtungen fliegen. Ich will hinterher und sehe noch wie das Rohr eine Straße mit min. 20° Gefälle runterrollt. Was bleibt mir anderes übrig als hinterherzuhasten und im Laufen ein Wildschwein anzurempeln. Dieses jagt mich fortan durch die Gegend bis ich in eine Gegend voller gigantischer Bergkristalle komme – keine Ahnung wo ich mich befinde, habe mich total verlaufen. Während ich mich umsehe komme ich an ein Hochplateau von dem aus ich meinen Zug in etwa 500 Meter Entfernung sehen kann. Sie marschieren wieder – diesmal auf ein Stargate-ähnliches Portal zu. Wer eintritt, kommt kurze Zeit später wieder heraus – als Frau -.-
Bundeswehrträume haben mich viele Jahre begleitet. Zwar habe ich nur meinen regulären Wehrdienst geleistet, aber offenbar hat der Haufen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser Traum ist mir in bleibender Erinnerung geblieben, weil das einer der ersten Träume war die ich wirklich INTENSIV gefühlt habe und ich WUSSTE dass ich träume. Und den letzten Teil mit dem Portal…fand ich damals sehr befremdlich, doch heute kann ich meinem Unterbewusstsein keine Vorwürfe mehr machen 🙂

Zeit: 1995 – 2005
Kategorie: Alptraum
Schule, Haus der Jugend, Berufschule…ein jahrelang wiederkehrender Alptraum. Ein narbengesichtiger Mann im Ledermantel folgt mir. Es ist immer dunkel und ich kann ihn nie richtig ansehen. Ich habe Angst vor ihm. Er folgt mir und ich laufe zu einem der genannten Orte um mich zu verstecken. Er folgt mir und irgendwann sehe ich ein rostiges Rasiermesser im Licht blitzen. Ich versuche zu fliehen. Ich versuche zu fliegen, aber es klappt nicht. Irgendwann komme ich bei einem der Gebäude an und will mich auf der Toilette einsperren – das ist immer meine Realschultoilette. Das Schloß ist kaputt und schliesst nicht, so steige ich nur auf die Schüssel und halte die Tür zu – nützt mir aber nichts. Er stösst die Tür auf und zieht mir das rostige Messer durch den Hals. Ich spüre es – genau.
Bis zu dem einen Tag bzw. der einen Nacht als der Traum luzide wurde und ich wusste das ich träume. Es lief genau so ab wie immer. Ich wusste die Tür geht nicht aber ich bin nicht mehr in Panik ausgebrochen. Aus meiner Angst wurde eine hämische Freude, als ich mir dachte „Du Arsch…das ist MEIN Traum“…und mich hinter der Tür versteckte so wie immer…mit dem kleinen Unterschied einer abgesägten Schrotflinte in Brusthöhe. Was soll ich sagen, seit dieser Nacht hat mich Narbengesicht nie mehr heimgesucht

Zeit: ca. 2010
Kategorie:Abenteuer
Ich will die Welt sehen. Ich begebe mich auf reisen. Man sagt, im Traum könne man alles. Von wegen. Ich will fliegen, doch das ist etwas was ich nie hingekriegt habe. Fliegen klappt einfach nicht. Es sind immer nur riesige Mondsprünge. Ich nehme Anlauf…und springe. Ich kann mit Armwedeln und Fußstrampeln etwas steuern und bremsen, aber echtes fliegen ist das nicht ^^ Pro Satz komm ich nicht weit und es ist ungenau. Am Hafen will ich von Schiff zu Schiff springen…und paddel wie ein Honk in der Luft, um mir die Füße nicht nass zu machen.
Ich treffe Menschen – verstorbene, lang nicht gesehene und aktuelle – ich rede mit Ihnen. Meistens ist mir klar, dass ich nur mit einer „Erinnerung“ rede…aber manchmal habe ich das Gefühl die Person würde sich an unser Traumgespräch erinnern wenn ich sie am nächsten Tage fragen würde, ob sie auch geträumt hat.

Zeit: ca. 2012
Kategorie: Weltuntergang
Wir sind zuhause und packen das Auto voll. Meine Eltern sitzen in ihrem Auto und hupen bereits. Ich schaffe das nötigste in mein Auto. Ich spüre die Eile, die Furcht das es jederzeit passieren kann. Das Radio läuft und es wird davor gewarnt in die Großstädte zu fahren. Wir wollen weg, ich weiß nicht wohin. Dies ist ein hyperrealistischer Traum. Jets donnern über den Himmel. Der Horizont brennt. Es riecht nach Müll und Nitropulver.
Mein Dad schreit wir sollen uns beeilen und ich stoße mir den Ellbogen (dieser tut am nächsten Morgen wirklich weh). Ich schnalle unsere beiden Kinder an – sie weinen erbärmlich.
Endlich sind wir soweit. Wir fahren los und ich folge meinem Dad, doch wir kommen nicht weit. Plötzlich bleiben unsere beiden Autos stehen. Mir schwant schlimmes – und ich soll recht behalten. Ein Paar Sekunden später sind wir in blendendes Licht getaucht. Als sich meine Augen wieder von dem grellen Blitz erholt haben, sehe ich zwei gigantische Pilzwolken aus Richtung Hamburg aufsteigen. Das war es. Es hat begonnen. Dann erwischt uns die Druckwelle. Das Auto meiner Eltern wird von einem umstürzenden Baum plattgemacht – keine Chance das zu überleben. Uns zerlegt es nur die Autoscheiben. Ich spüre meine geplatzten Trommelfälle.
Die Situation ist grotesk…so furchtbar, dass es nicht real sein kann. Mein Verstand droht zu zerbrechen und würde es in Wirklichkeit wahrscheinlich tun – ich würde dissoziieren, um meinen Geist zu schützen – hier habe ich mir eingeredet zu träumen. Ich habe mir im Traum gesagt, ich würde träumen und könnte jederzeit aufwachen.
Das tat ich – ich bin aufgewacht. Schweissgebadet. Ich bin erst einmal auf Toilette gegangen und wollte dann nach meinen Kindern sehen, nur um festzustellen das ich ja gar keine Kinder hab. Danach ging ich wieder ins Bett. Nun ist es so, das man normalerweise wieder einschläft und das war es dann…nicht hier. Ich setzte meinen Traum fort.

Hoffnungslosigkeit. Wir saßen in einem total verschmutzten Güterwaggon auf dem Weg an ein unbestimmtes Ziel. Wir waren in Lumpen gekleidet und das einzige Licht war der Mond der durch die geöffnete Seitentür hereinviel. Es war kalt und stank nach Kot und Urin. Hin und wieder sah man draussen das aufleuchten von Leuchtspurmunition.
Diesmal wusste ich, dass ich träume, da ich mich an den eben statt gefundenen Toilettengang erinnern konnte. An diesem Punkt tauchten die ersten Terminatoren auf ^^ Sie vielen durch die nun vorhandenen Dachluken und und einen Moment lang war nur das rote Glühen ihrer Augen zu sehen bevor sie das Feuer eröffneten. Meine Flucht bestand aus einem gewagtem Mondsprung aus der Seitentür bei voller Fahrt.
Von hier an Sprang ich durch die Welt und war mehr Beobachter als Akteur.

Zeit: letzte Nacht
Kategorie: verwirrend
Ich bin aufgeregt. Heute fängt mein erster Erster Arbeitstag an. Ich freue mich wieder auf eine geregelte Arbeit während ich ins Auto steige und losfahre. Als ich bei meiner Arbeit ankomme werde ich in ein ziemlich großes Ankleidezimmer gebracht – ich solle doch schon mal was was schönes aus den Ständerreihen aussuchen. Doch welchen Bügel ich auch in die Hand nehme, es ist alles ein Hauch von nichts. Hier dachte ich mir schon, das mich mein Hirn doch verarschen veralbern will…
Während ich weiter nach einem Kleidungsstück suchte, das zumindest das nötigste bedecken würde wurde meine Chefin langsam ungeduldig, getreu dem Motto „Zeit ist Geld“. Wiederwillig suchte ich mir was aus und trottete hinter ihr her während ich mir dachte „Hirn wir sprechen uns noch“…
So wurde ich zu einem kleinen Raum gebracht, kaum größer als das darin stehende Doppelbett – ja, ich denke es ist klar worauf das hinaus laufen wird, oder? -.-
„Der erste Kunde kommt gleich, hast du gehört „kommt“ gleich…“ Kalauer – mein Hirn ist ja ein ganz witziges…
Naja…an dieser Stelle muss ich jetzt nicht unbedingt weiterberichten, aber bemerkenswert war heute Nacht mein Unbehagen gegen die Situation in die mich mein Gehirn gebracht hat. Es hat aber auch partout nicht mit sich reden lassen – drum weiß ich nicht ob das direkt ein Klartraum war oder nur halb. Auf jeden Fall war der Realismusgrad wieder seeeeeehr real und ich erinnere mich an jedes noch so kleine Detail…und als ich heute aufgestanden bin, fühlte ich mich als HÄTTE ich eine Nacht lang gearbeitet, was ich in gewisser Weise wohl auch habe, da auch dies ein Traum war der nach einer Pinkelpause an der gleichen Stelle weiterging…!

Wenn ihr bis an diese Stelle durchgehalten habt, so danke ich euch fürs Lesen! Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch an euren verrückten Träumen teilhaben lassen würdet 😀

Bis Bald,

eure Mila

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Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

2 Kommentare

  1. MasterDating - Der Blog über die Liebe

    Also mit luziden Träumen habe ich auch Erfahrung =) Wenn mir bewusst wird, dass ich träume, kann ich immer sofort fliegen und habe einen Zauberstab. Schade nur, dass dieser Zustand oft nicht lange hält und man schnell wach wird

  2. Helga Johanna Nissen

    Ich habe auch manchmal diese Träume an die ich mich erinnern kann als ob es real passiert währe!
    Anstrengend ist es auch wenn man aufwacht und den Traum „mitnimmt“ in die reale Welt! (ich weis nicht wie ich das besser ausdrücken soll)

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