Brettspielrezension: Kleopatra und die Baumeister

Kleopatra und die Baumeister

Worum geht´s?

Kleopatra – Herrscherin über Ägypten und Dekadenz in Person, wünscht sich einen neuen Palast. An dieser Stelle kommen wir Spieler zum Zug, denn als Architekten und Bauherren ist es unsere Pflicht, der Königin einen monumentalen Tempel zu errichten.
In diesem kompetitiven Gesellschaftsspiel geht es darum Materialien zu Horten, mit Händlern Geschäfte zu treiben und ganz nebenbei ein klitzekleines bisschen korrupt zu sein, um die lieben Mitspieler auszustechen, wenn es darum geht die prächtigsten Teile des Palastes zu bauen.
Doch Vorsicht ist geboten – wer zum Ende des Spieles die meisten Korruptionsmarker hat, der wird an Sobek den Krokodilgott verfüttert 😀

Der Inhalt:

Der Packungsinhalt ist, so wie man das von Days of Wonder meist immer bekommt, als wirklich schick und Opulent zu bezeichnen. Alle dreidimensionalen Teile des Palastes sind aus robustem Kunststoff und werden auch längerfristiges Bespielen locker aushalten. Sogar der Spielkarton selber, wird als Fundament des Palastes verwendet – grandios. Das ganze Spielmaterial ist sehr liebevoll designt und macht einfach Lust darauf, sofort loszuspielen.

Das Spiel:

Der Aufbau geht relativ zügig von Statten. Wer das Spiel das erste Mal aufbaut muss sich etwas Zeit nehmen um die verschiedenen Marker und Teile auszupacken, aber das geht nachher recht zügig. Für alle Pappmarker sind kleine Plastikbeutel vorhanden, so dass das große Sortieren auf ein Minimum beschränkt ist. Einzig die Pyramiden für die Korruptionspunkte sind leider etwas flimsig und wollen trotz hin und her knetens nicht richtig stehen, aber das tut dem Spiel selber keinen Abbruch.

Die Spielregeln mögen im ersten Augenblick kompliziert wirken, aber spätestens nach dem zweiten Durchgang kann jeder richtig mitspielen und auch entsprechend taktieren. Für jeden Mitspieler gibt es eine Handkarte, wo der Spielablauf in kurzform zusammengefasst ist – so kann jeder immer nachlesen was genau er wann tun darf. Praktisch.

Pro Runde hat der Spieler zwei Möglichkeiten – entweder nimmt man Karten vom Markt auf, oder man baut eins der verschiedenen Palastteile. Für letzteres gibt es sogenannte Talente – die im prinzip den Siegpunkten anderer Spiele entsprechen. Wer zum Spielende am meisten Talente gesammelt hat gewinnt. Doch wäre dies ja kein Gesellschaftsspiel, wenn das so einfach wäre…denn es gibt ebenfalls Strafpunkte in Form der Korruptionspunkte. Da gilt es immer abzuwägen, ob man schnell bauen will, oder eventuell doch mal so lange wartet bis die Baumaterialien auf dem offiziellen Wege eintreffen. Auch der Einsatz von „Ich ärgere meine Mitspieler“-Karten beschert dem geneigten Baumeister gerne mal eine handvoll Strafpunkte – das Krokodil wartet schon…

links: Korruptionsmaker rechts: Talente (Siegpunkte)

Fazit:

Das Spiel ist mit rund 60 Minuten Spieldauer angegeben – mit einer vierköpfigen Truppe kommt das dann auch sehr gut hin. Das grundlegende Spielprinzip erfindet das Rad nicht neu und einige Elemente erinnern schon an die klassischen „Siedler“, aber das Spiel hat genug eigene Ideen, um uns immer wieder zu einer neuen Runde zu animieren. Es ist nicht so kompliziert, als dass man sich nicht mehr nebenbei unterhalten und quatschen könnte. Das Design und die Athmosphäre sind großartig und nicht nur einmal möchte ich gerne nach Asterix und Obelix schicken lassen, um mich beim Bau zu unterstützen ^^Der Glücksfaktor ist tatsächlich nicht so hoch wie man denken mag, einzig die Waren auf dem Markt zieht man teilweise verdeckt, aber ein wenig Glückspiel muss ja auch sein.

Dieses Spiel erhält vom mir 4 von 5 Miladäumchen

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Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

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