So etwas wie Normalität?

So etwas wie Normalität?

Das letzte Wochenende war emotional etwas…schwer für mich. Dieser Tage prasselt einfach wieder mehr auf mich ein, als mir recht ist. Man könnte auch sagen, ich bin mit der Allgemeinsituation unzufrieden. Wie ich nicht müde werde zu erwähnen, beschäftigt mich die Suche nach einem Ausbildungs- respektive Umschulungsplatz jetzt seit über einem Jahr. Und so langsam geht es in die heiße Phase. Ich brauche eine Zusage, da mir leider der finanzielle Freitod ins Haus steht und mir so langsam die Optionen ausgehen.

Jedenfalls kam letztes Wochenende wieder sehr viel zusammen, so dass ich mir Sonntag unbedingt den Tag freinehmen musste und mit meiner Familie und der Kleinen in den Freizeitpark in der Wingst gefahren bin, bevor ich noch irgendwelche Dummheiten hätte aushecken können. Ich hatte alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt und bin ohne meinen Hirnschrittmacher einen ganzen Tag außer Haus gewesen! Analog! Im Reallife….mit meiner Kleinen….

Jetzt hört sich Freizeitpark natürlich erst einmal gigantisch an, aber im Endeffekt war das nur ein sehr schöner und großer Abenteuerspielplatz…aber die Lütte war in ihrem Element und nur darauf kam es mir an. Wenn Luna lacht, dann lache ich auch und dann ist der Kummer schon viel weniger. Und wie die da rum geflitzt ist! Zwei Köpfe kleiner als alle anderen, aber bestimmt und mitten drin ^^

Das fühlte sich fast normal an. Wie ein richtiger Familienausflug. Wenn ich jetzt daran denke, spüre ich zwar schon wieder einen Stich im Herzen, aber zumindest Sonntag war es schön…und WIE! Das Wetter war geradezu bombastisch. Besser hätte es nicht sein können. Und wie das so ist, haben wir uns natürlich alle gleich etwas zu viel Sonne eingefangen, weshalb wir heute alle noch etwas durchhingen….

Aber warum schreibe ich über diese Banalität einen Post?

Weil es mir wichtig ist! Weil ich ein mensch bin, der wirklich existiert. Weil ich Menschen um mich habe, die ich liebe und die mich lieben. Mit diesem Post rufe ich MIR das ins Gedächtnis zurück. Ich habe ein LEBEN!

Ich meckere so viel! Ich mache mir Sorgen über Dinge die erst in 3 Jahren passieren könnten und sehe immer das Negative. Das ist anstrengend. Für mich und für meine Mitmenschen. Dabei habe ich so viel mehr, als ganz viele meiner Leidensgenossinnen und Genossen. Ich lebe mit meiner besten Freundin zusammen und habe ein Kind im Haus, das mich morgens mit großen, runden Augen anstarrt und Mama nennt (wenn MAMA nicht da ist und deswegen schimpft ^^).

Ich habe alles was der Mensch zum glücklich sein braucht – ein Dach über dem Kopf, was gutes im Kühlschrank und Breitbandinternet…ja…und Freunde habe ich auch. Es geht mir gut und ich weiß nicht, weshalb ich mich immer noch manchmal so aus der Ruhe bringen lasse. Es fehlt mir an nichts (außer meiner Menstruation) und einem Freude machendem Job.

Und einem neuen Partner

vor dem ich Angst habe, weil ich vor mir und der ganzen Welt Angst habe, weil ich versagt habe… Ich will niemals wieder jemanden Enttäuschen….

Natürlich lässt sich das nicht vermeiden und nichts ist für die Ewigkeit, aber kann mir nicht in diesem einen Augenblick auf Gottes grüner Erde, nicht auch wieder ein kleines Quäntchen Glück vergönnt sein? Kann ich mir das erlauben?

Ich muss erst wieder lernen einen Menschen an mich ran zu lassen…..

 

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Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

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