Meine Umschulung: Mediengestalterin Digital -02-

Meine Umschulung: Mediengestalterin Digital -02-

Hallo meine liebe Flauschies,

Die Zeit rennt. Kaum habe ich einmal geblinzelt und schon ist die 4te Woche um. Aber das ist auch kein Wunder, dass die Zeit hier wie im Flug verfliegt. Seit Jahren habe ich mich nicht mehr so vital gefühlt.

Das Chaos der ersten Woche ist längst vergeben und vergessen – die letzten drei Wochen haben dafür voll entschädigt. Ich habe das Gefühl ich könnte mir keinen besseren Ausbildungsplatz wünschen. Das mag jetzt paradox, ja schon fast verrückt klingen, nachdem ich anfangs so geschimpft habe und auf gar keinen fall ins BfW in Farmsen wollte. Aber wie die Dinge liegen, fühle ich mich hier einfach super aufgehoben – auch in Anbetracht meiner gesundheitlichen Vorgeschichte.

Wenn ich so darüber nachdenke, wie es jetzt wäre mit 16, 17 oder 18 jährigen Schulabgängern zusammenhocken zu müssen, dann ist das hier der Himmel auf Erden.

Wie läuft mein Tag so ab?

Inzwischen bin ich hier richtig angekommen, hab mir einen Überblick verschaffen können und finde so langsam auch wieder die Ruhe, um mal gemütlich etwas neues zu posten, nachdem es ja die letzten Tage etwas ruhiger auf meinen Kanälen geworden ist.

Meine Truppe hier ist echt der Hammer und so langsam wachsen wir echt zusammen – ja, es fühlt sich schon fast wie so eine kleine Familie an. Da hilft es sicher auch, dass wir mit 8 Leuten ein schön kleines Semester sind. Wir teilen uns zwar den Raum mit den anderen Semestern, aber natürlich haben die ihre eigenen Aufgaben, um die sie sich kümmern müssen..

Jeder Tag ist aufregend. Jeden Tag lernen wir etwas neues. Es ist einfach eine andere Welt in der ich jetzt lebe – und genau das ist es…ich LEBE endlich wieder. Mein Tag beginnt morgens um 5 Uhr. Da schlagen die meisten von euch sicherlich die Hände über dem Kopf zusammen, aber MIR macht das nichts aus. Ganz im Gegenteil! Wenn der unbarmherzige Atomalarm los plärrt, dann freue ich mich auf den Tag. Es ist mir niemals zuvor so leicht gefallen, im Dunkeln aufzustehen.

Um 5 weckt mich mein Handy und um 5.45 bin ich zur Tür raus, um den Metronom nach Hamburg um 6 zu erwischen – dann bin ich pünktlich um halb 8 in Farmsen und habe dann noch etwas Puffer, bevor der „Schultag“ um 8 startet.

Schultag? Ich Ketzerin!

Hier redet niemand von Schule – wir sind hier auf der Arbeit. Wir haben ja auch keine Lehrer oder Dozenten, das sind alles unsere Ausbilder. Wenn es sie glücklich macht, werde ich das eben so halten ^^

Alles läuft hier auf einer sehr persönlichen Ebene…und das unterscheidet die Umschulung hier wirklich von einer Schule. Natürlich handelt es sich um Erwachsenenfortbildung und jeder muss sich schon um sich selber kümmern, aber man kann sich immer an die Ausbilder wenden, wenn man nicht weiter kommt. Auch wenn man in diesem Beruf sicherlich gewisse Erfahrungen mit dem Computer mitbringen sollte, wird wirklich ganz unten angefangen, so dass jeder die Chance hat mitzukommen.

Und das nicht nur was den Computer angeht. Unser „Unterricht“ ist sowohl in praktische Arbeit, als auch einen theoretischen Teil aufgeteilt. Gerade letzterer macht mir besonders viel Spaß, da wir immer mit unserer kleinen Truppe in einen separaten Extraraum gehen und dort im Kreis zusammensitzen und uns richtiggehend über ein Thema unterhalten – genau genommen wird das eine richtige Diskussionsrunde. Das ist alles andere als stumpfer Frontalunterricht.

„Ich liebe unsere Theorieeinheiten.“

Niemand arbeitet nur für sich alleine – es wird der Austausch untereinander gefördert, ja sogar gewünscht. Wir ergänzen uns und geben Denkanstösse. Und gerade durch die Chemie die bei uns untereinander herrscht, macht das unheimlich viel Spaß. Natürlich ist das alles auch anstrengend. Es ist eine komplett neue Ausbildung und gerade für mich in einem völlig anderen Feld – ich habe früher Orthopädische Schuhe gemacht (so, dass ist das aller aller erste Mal, dass ich das auf diesem Blog schreibe), aber ich bin im aller höchsten Maße motiviert und habe bisher auch das Gefühl, alles wie ein Schwamm aufzusaugen.

Alles was mir machen ist sehr praxisorientiert. Selbst der Englischunterricht, der für alle IT Berufe zusammen stattfindet, besteht nicht aus stumpfen Frontalunterricht. Anfangs wurde durch einen Ankreuztest die Spreu vom Weizen getrennt und  selbstverständlich bin ich im Fortgeschrittenenkurs. Hier wird sehr viel Wert auf den wirklich praktischen Einsatz der englischen Sprache gelegt.

Ich bin doch nicht so blöd wie ich dachte…

Vor einer Woche haben wir begonnen uns mit Adobe Illustrator zu beschäftigen. Zugegeben, ich habe schon so meine ersten Erfahrungen mit Adobe Programmen sammeln können – allen voran Photoshop und After Effects – so das ich mich in der grundlegenden Bedienung gleich zu Hause gefühlt habe, aber dennoch war Illustrator für mich neu. Um so erstaunter bin ich, was ich nach gerade mal 3 Tagen schon alles gelernt habe.

Wenn das in dem Tempo so weitergeht…wow.

Ich werde versuchen, die Abstände meiner Posts in Zukunft wieder ein wenig kürzer zu gestalten. So denn ich euch ja auch mehr am aktuellen Geschehen teilhaben lassen will.

Ich wünsche euch allen eine entspannte neue Woche!

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Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

Ein Kommentar

  1. Liebe Mila, schön! Das haben wir Dir alle gewünscht! Weiter viel Erfolg und etwas, auf das Du Dich (fast) jeden Tag neu freuen kannst!
    Liebe Grüße!
    Manu

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