Wo kommt Mila eigentlich her? Südafrika! (Ein Artikel über Fernweh)

Wo kommt Mila eigentlich her? Südafrika! (Ein Artikel über Fernweh)

Hallo meine lieben Flauschies,

Wie ihr letztens sicherlich gelesen habt, ist mir vor kurzem meine originale Geburtsurkunde in die Hände gefallen und das hat emotional einiges bei mir ausgelöst – nicht, dass ich im Moment nicht eh schon sehr nah am Wasser gebaut wäre.

Dieser Post soll euch einen kleinen Einblick in meine Herkunft gestatten. Klar ist so ein Artikel etwas selbstverliebt…aber HEY? Das ist mein Blog…über MEIN Leben. Ich darf das ^^

Wo komme ich also her?

Ich wurde 1981 in Durban, Südafrika geboren. Meine Eltern waren deutsche Auswanderer die versucht haben in der Fremde ihr Glück zu machen. Die Gründe und Begebenheiten die zu dieser Entscheidung geführt haben, sind an dieser Stelle irrelefant – meine Eltern haben es getan und Das muss an dieser Stelle reichen.

Meine Eltern sind also nach Südafrika gegangen, um sich dort ein neues Leben aufzubauen und waren mit diesem Vorhaben offensichtlich ganz erfolgreich. Mein Dad hat als selbstständiger Maschinenbauingenieur gearbeitet und meine Mum als Dolmetscherin – von ihr habe ich wohl auch mein ganz gutes Sprachtalent. Soweit es überliefert ist, war sie sowohl in Englisch als auch in Afrikaans, Holländisch, Französisch, Spanisch und Italiniesch recht bewandert. Ich kann zwar mit Sprache und Wortwitz recht gut umgehen und liebe es Wörter und Wortursprünge aus verschiedenen Sprachen zu verknüpfen…doch als Fremdsprache, bin ich leider nie über Englisch hinausgekommen. Was nicht bedeutet, dass ich nicht gerne weitere Sprachen können würde…es hat sich leider nie ergeben. Gerade eine weitere Weltsprache wie z.B. Spanisch würde ich gerne können…oder um es etwas exotischer zu machen – Japanisch wäre auch ganz interessant. Dass ich die genetische Fähigkeit dafür hätte, daran zweifle ich nicht, aber ich bin schlicht zu faul…. aber wir schweifen ab.

Das Leben meiner Eltern hat sich offensichtlich wie geplant entwickelt. Die Geschäfte florierten, die (nach deutschen Maßstäben) Villa war bezugsbereit und irgendwann sollte ein kleines Würmchen auf den Plan treten. Das war dann wohl meine Wenigkeit. Soweit ich weiß, war ich ein Folgeversuch…und da ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, wie belastend FEHLVERSUCHE sind, bin ich froh das mein Schwimmerchen es schlussendlich geschafft hat.

September 1981

Ich wünschte ich könnte an dieser Stelle jetzt ein paar witzige Anekdoten zu besonderen Begebenheiten darbieten…doch ich fürchte, ich war noch etwas zu jung, um mich an solche Anlässe zu erinnern. Dennoch bin ich überzeugt, dass 1981 ein sehr guter Jahrgang gewesen sein muss…

Lieb..unschuldig…und ungewiss der Zukunft, die da auf mich warten sollte. Leider habe ich nur sehr, sehr wenige Erinnerungen an meine Zeit in Afrika. Und selbst diese wenigen Erinnerungen wollen mir manche Menschen absprechen, da ich noch so jung gewesen bin…aber ich bin überzeugt, das man bereits mit 3 oder 4 Jahren Erinnerungen abspeichert, auf die man sein ganzes restliches Leben Zugriff hat. Selbstverständlich sind diese Erinnerungen nicht so klar wie spätere – aber ich habe schon diverse Bildeindrücke und sehr viele Gefühlserinnerungen.

Besonders gut kann ich mich an Gerüche erinnern. Ich weiß noch ganz genau wie der Garten gerochen hat…obwohl ich keine nennenswerten bildhaften Erinnerungen an unser altes Haus habe. Und dann sind da besonders einprägsame Erlebnisse gewesen, an die ich mich bis heute erinnere.

  • Wir hatten einen Pool und da schwamm immer der Gartenschlauch…der war grün, so wie man einen Gartenschlauch halt kennt und eines schönen Tages saß auf diesem Schlauch ein kleiner gelber Frosch – den ich unbedingt haben wollte. Meine Mum ist fast hysterisch geworden….. seit dem mag ich keine Frösche mehr….
  • Wir haben Urlaub gemacht und waren irgendwo im Veld in einer Bush Lodge einquartiert – es war toll. Überall roch es nach Lagerfeuer (der Geruch von afrikanischen Holz und vor allem Mopani ist der beste Geruch der Welt). Die Boma (die Feuerstelle) war mit Schilf oder Bambus eingezäunt. Es war urgemütlich…selbst oder GERADE für ein kleines Kind.
  • In besagter Ferienanlage – es war morgens – bin ich nach draußen gelaufen, um zu spielen…nur um mitten auf eine große, dicke Schlange zu treten, die dort im frisch gemähten Gras lag. Sie war grau/weiß/schwarz und in meiner Erinnerung ungefähr 15 Meter lang (in echt wahrscheinlich 1,5 Meter…Puffottern werden nicht sooo groß). Nach einem gellenden Schrei meinerseits, kam mein Vater aus unserem Chalet gestürmt – nur mit einer Schrotflinte bekleidet und hat das Vieh erst einmal in zwei Teile geteilt. Den Anblick werde ich nie vergessen. Dennoch mag ich seit dem keine Schlangen mehr…mehr noch…ich habe eine panische Angst vor Schlangen, egal welcher Größe und Art. Vermutungen legen Nahe, dass die Schlange bereits tot war – wahrscheinlich an ausgelegten Rattenköder verstorben, da es mich sonst wohl nicht mehr geben würde.

Ich habe eine Reihe schöner und weniger schöne Erinnerungen an Afrika – aber alle lassen mein Herz aufgehen. Zwar habe ich nicht lange dort gewohnt und ich kenne mich zugegebener Weise nicht mit der heutigen Situation dort aus, aber alles in mir zieht mich für einen ausgedehnten Besuch dort hin – mein letzter Afrikaaufenthalt liegt immerhin schon einige Jahre zurück.

Mein letzter Besuch war 2001

Mein letzter Afrikabesuch war 2001, was gleichzeitig mein letzter Familienurlaub mit meinen Eltern war. Danach bin ich Zuhause ausgezogen und habe mich in die weite Welt davon gemacht. Das war auch das erste Mal, dass ich Afrika mit annähernd erwachsenen Sinnen kennen lernen konnte.

Leider hat auch hier der Zahn der Zeit zugeschlagen. Da 2001 noch die Analogfotografie die Oberhand hatte, habe ich damals Film um Film an Papierfotos verknipst…von denen leider die meisten Abhanden gekommen sind.

Unsere Reise startete in Johannesburg – eine Stadt wirklich krasser Gegensätze und extrem gewöhnungsbedürftig, wenn auch nicht besonders spannend, der Rechtsverkehr. Aber selten habe ich die Kluft zwischen Arm und Reich so deutlich gesehen wie dort. Unser Apartment für die ersten 2 oder 3 Nächte hatte hohe stacheldrahtbewehrte Mauern und einen Sicherheitsdienst…das wirkte für den Durchschnittsdeutschen schon befremdlich.

Aber das soll kein Reisebericht werden – dafür ist es auch viel zu lange her, aber ich habe eben ganz, ganz tolle Erinnerungen an diesen Urlaub, der uns von Johannesburg, nach Pretoria, dann in den Krüger Park und schlussendlich in unser Farmhouse im weiten und menschenleeren Bush bringen sollte…

Wie gesagt, viele Bilder habe ich leider nicht mehr gefunden, aber ein Paar konnte ich dann doch noch auftreiben und etwas aufhübschen.

So viele schöne Erinnerungen…und es zieht mich magisch wieder nach da unten. Ich weiß, dass die Großstädte dort nicht ohne sind…aber das Land…die Wildnis…die Tiere. Wenn man dort in die Wildnis fährt, dann IST man in der Wildnis. Keine Menschenseele weit und breit – und genau DAS vermisse ich in der heutigen, doch ach so schnelllebigen Zeit. Ja, es gibt dort Schlangen…aber die wird schon nicht mich beissen!

Natürlich ist das nur ein Träumerei…aber ich würde unheimlich gerne noch einmal nach Südafrika reisen. Vielleicht die Garden Route Tour mitmachen? Die tollste Steak House Kette der Welt besuchen: Spurs. Ich hab viele Steakhäuser in Deutschland durchprobiert…aber nicht mal ein Blockhouse kommt an die Marinade ran!

Wer weiß schon was die Zukunft für mich bereit hält.

 

Wie siehts aus? Soll ich noch etwas mehr aus dem Nähkästchen plaudern? Mein letzter Besuch liegt über 15 Jahre zurück…aber vielleicht würde mir noch was einfallen 🙂

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Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

4 Kommentare

  1. Ich sag nur Hello again – altes südafrikanisches Volkslied?

    Hola Sra.Mila,

    Sudáfrica es in pais hermoso por cierto.
    Por desgracia, No hablo español auch wenn die Kanaren mein Fernweh Ziel sind. Und japanisch lernen; dazu hätte ich die Gelegenheit seit vielen Jahren, ich arbeite in einer Deutsch Japanischen Firma. Aber das fehlt mir irgendwie auch die Ausdauer und der Anreiz dazu. Ich bräuchte da jemanden der mir das motivierend bei bringt. Aber da die japanischen Kollegen alle Englisch sprechen und selbst etwas Deutsch lernen wird’s wohl nix.
    Südafrika ist sicherlich ein tolles Land. Ich kannte Mal eine, die dort ein paar Jahre gelebt hat und die ist auch wegen der Schlangen zurück, und wegen den ungeputzten Ecken im Haus (böse Geister) und der Lage in den Städten und dem Taxifahren in seltsame Gebiete…. Mich zieht es deshalb immer magisch auf die Kanaren, da sind die größten Wildtiere die allseits gefürchteten Kaninchen, die dort in der Natur herum hüpfen.

    Kleiner Tipp Süddeutschland äh Bayern ist auch ganz schön, die Großstädte sind auch nicht ohne und Wildtiere – hier laufen genug Rindviecher rum und seltsame Bräuche haben wir auch. Und die Sprache…. da braucht es schon Jahre bis man die vielen Dialekte halbwegs versteht, geschweige das man sie sprechen kann.

    Ich hoffe mal Dir fällt tatsächlich noch was ein zu Südafrika! 15 16 Jahre sind doch keine Zeit 😉

    Grüße aus dem z. Zt. nicht sonnigen wilden Süden!

    • Danke sehr…mir laufen gerade die Lacjtränen. Ich muss an Monty Pythons gefürchtetes Killer Karnickel denken…ein Spaziergang auf den Kanaren muss ein wahrer Spiessrutenauf sein ^^
      Ja, in Süddeutschland war ich mal…habe da sogar ein Jahr meines Lebens verbracht. Naja, nicht ganz im Süden…das war nur Dornhan bei Stuttgart…ich erinnere mich nur daran, dass es damals noch richtige Winter mit Schnee und so nem Kroppzeugs gab ^^

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