Das Kastell (The Keep)

Das Kastell (The Keep)
Autor:
Genre: Horror
Tags: Horror, Mystery
Herausgeber: Festa
Länge: 441
ISBN: 3865520375
"Im 2. Weltkrieg sendet der Kommandant einer deutschen Einheit ein Telegramm: »Erbitte Befehl zum sofortigen Standortwechsel. ETWAS ermordet meine Männer.« Dieses Etwas scheint ein gigantischer Vampir zu sein – und er hält die Soldaten in seiner uralten Festung gefangen wie in einer Vorratskammer." soo steht es auf dem Klappentext des Buches, welches die Vorlage des 1983 erschienenen Films von Michael Mann bot.
Über dieses Buch

The Keep oder Das Kastell,
wie dieser Roman bei uns heisst, ist ja auch nicht so ganz hundert pro richtig übersetzt, war mein erstes literarisches Zusammentreffen mit den Werken von F. Paul Wilson. Der Inhalt war mir zwar schon im großen und ganzen bekannt oder genauer gesagt hatte ich eher eine Ahnung als ich den Klappentext las. Die Story kam mir schon irgendwie bekannt vor, trotz des relativ unverbrauchten Settings. Ein Plagiat, ja so musste es sein…
Doch je weiter ich las, um so mehr hatte ich das Gefühl die Story zu kennen und wie ich nun einmal bin, musste ich auch erst einmal Google anwerfen und nachforschen…und siehe da, mein Gefühl hatte mich nicht getrogen.
The Keep – so der original Titel, wurde 1983 von Michael Mann verfilmt (der später Filmperlen wie die Erstverfilmung von Roter Drache, Heat oder Colatteral drehen sollte). Der Film viel bei den Kritikern damals gnadenlos durch, doch übte dieses Werk auf mein zu dem Zeitpunkt noch sehr viel jüngeres Ich eine seltsame Faszination aus. Nein – ich rede nicht von 1983! Gesehen habe ich den Film vielleicht Anfang der 90er, aber dennoch hat der surreale Kamera-Stil und die Musik von Tangerine Dream einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Ich fürchte, würde ich den Film heute 20-25 Jahre später erneut sehen…ok, decken wir lieber den mantel des Schweigens darüber. Kindheitserinnerungen sollten meistens lieber genau DAS bleiben…
Aber zurück zum Buch!

Das Kastell von F.Paul Wilson

Rumänien, 2.Weltkrieg.
Hauptmann Wörmann ist mit seinen Truppen unterwegs um einen wichtigen Gebirgspass zu sichern und errichten ihren Brückenkopf bzw. Hauptquartier in einem nahe gelegenen alten Kastell. Tja, wie das in Rumänien halt so ist, sind alte Festungen natürlich ein ganz schlechter Unterschlupf. Als ob Dracula uns nichts gelehrt hätte… und schon bald werden die ersten Soldaten vermisst.
Der erste Verdacht fällt natürlich auf eine hiesige Partisanengruppe. Hauptmann Wörmann, dessen Truppe von den vorangegangenen Gefechten ausgezehrt ist bittet um Verstärkung – die ihm auch in Gestalt des Sturmbannführers Kämpffer und seiner SS Schergen geschickt wird.
Die beiden Offiziere können gar nicht miteinander, da beide charakterlich nicht unterschiedlicher sein könnten. Wo der eine um das Wohl seiner Leute besorgt ist, ist der SS Mann ein Menschen verachtendes Scheusal (und man kommt nicht umhin sich später zu fragen wer oder WAS das größere Monster im Kastell ist). Zivilistenmord zur Abschreckung ist nur ein Beispiel.
Doch auch die gewalttätige Ader Kämpffers kann dem Morden keinen Einhalt gebieten. Ratlos wie alle sind, wird den dörflichen Legenden plötzlich gehör geschenkt und der jüdische Historiker Cuza und seine Tochter als Druckmittel in die Feste gebracht, um das Geheimnis zu lüften…bei dem es sich, wie sich später dann herausstellen soll, wohl um einen waschechten Vampir handelt.
Was es mit dem seltsamen Wanderer Glaecen und den silbernen Kreuzen auf sich hat, will ich an dieser Stelle nicht verraten…selber lesen lohnt sich.

Fazit:
Das Kastell ist ein inzwischen knapp 30 Jahre alter Klassiker, der immer wieder neu aufgelegt wird. Der Schreibstil ist für heutige Lesegewohnheiten eventuell etwas ungewohnt, da sich die Geschichte anfangs sehr langsam entwickelt. Aber wer Stefan König liest, dem macht das nichts aus – mir in diesem Fall auch nicht.
Die Idee, einen Vampirroman in den 2.Weltkrieg zu verpacken finde ich genial und in Zeiten der Glitzervampire ungeheuer erfrischend und das es am Ende sogar noch einen richtigen Twist gibt, der das bisher Geschehene noch einmal in Frage stellt – genial.
Das Kastell soll wohl der Auftakt zu einer Serie sein, die ihre Fortsetzung in der Jetztzeit findet, aber da habe ich leider noch kein Buch gelesen. Generell ist es wohl so, das alle F.Paul Wilson Bücher lose mit einander verbunden sind oder aber zumindest im selben Universum spielen. Das finde ich wiederum großartig, da man so das Gefühl an einem großen Zyklus teil zu nehmen.

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