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Im Fadenkreuz

Lesezeit ca: 3 Minuten

Im Fadenkreuz (Beitrag aus 2017)

Dieser Post mag polarisieren, aber das ist mir eigentlich auch egal. So sehr mir eure Likes auch schmeicheln, so egal ist der eine oder andere Verlust (wenn es nicht zu viele sind, ne?).

Wie fange ich jetzt also an? Oh ja! Ich weiß! Ich hab da einen!

“Früher haben die Jungs mit Soldaten gespielt und die Mädchen mit Puppen – heute ist es genau umgekehrt…”

Oh mann, ist der platt ^^ und bringt mich der Thematik dieses Posts auch genau genommen kein Stück näher. Muss ich es doch noch einmal auf anderem Wege probieren.

“Ich war bei der Bundeswehr und musste da nicht nur mein Rohr reinigen und polieren, sondern sogar eine Kette durchziehen…”

Ok, irgendwas stimmt mit mir doch nicht, oder? Verdammicht noch eins! Irgendwie muss sich dieser Post doch beginnen lassen?

“Mila hat eine Vorliebe für GROSSE Kaliber…”

Ich geb auf. Das wird doch nichts mehr. Da will man MAL einen Post über Sportschießen schreiben und dann kommt da so etwas bei rum. Nicht, dass ein Schieß-Post von einem Mädchen nicht sowieso schon merkwürdig genug ist, da muss das Ding auch noch so verkorkst anfangen….aber nun gut. Jetzt, da ich schon einmal dabei bin, kann ich ja auch weitermachen…was soll jetzt noch schiess äh, schief gehen?

“und Mila weiß mit großen Geschützen umzugehen…”

ALTER! Es reicht! Gehirn pfui…AUS! Sing Tetris, oder mach sonst etwas, aber lass mich jetzt diesen Post zu einem halbwegs würdigen Ende führen!

“Mila weiß genau, wie man etwas zu einem GUTEN Ende bringt…”

Genug! Man reiche mir die Ahle! Die extra stumpfe bitte. Oder meinetwegen auch nur einen abgebrochenen Buntstiften…. Hirn? Unsere Wege trennen sich an dieser Stelle…

Hirn? ……..

“……….”

…….es ist……verdächtig ruhig….? Hirn?

OK…es scheint sich beruhigt zu haben? Also…ich komme aus einer Familie voller Sportschützen. Ich bin quasi mit Waffen groß geworden und habe in Folge dessen auch nicht die typische Aversion gegen Schießeisen, wie man sie von einem durchschnittlichen Durchschnittsmädel erwarten würde. Ich habe einen gesunden Respekt, aber verteufel Waffen nicht. Menschen töten – nicht die Waffen. *Grundsatzdiskussion anzettel* 

Die meisten Familienurlaube meiner Kindheit standen irgendwie mit dem Schießport in Verbindung, da die Benchrest-Turniere meines Dads immer über ganz Europa verteilt statt fanden.

Darum soll es hier aber nicht gehen, sondern darum, dass ich tatsächlich etwas meinem verschenktem Potential nachtrauere….

Ich bin gut

…damals jedenfalls gewesen

Beziehungsweise war ich es…vor etwas mehr als 10 Jahren (Anm. d. Autorin: Inzwischen 15). Ich bin selten genug zum schießen gekommen, aber die seltenen Gelegenheiten, die sich mir boten, haben gezeigt, dass ich ein wahres Naturtalent bin. In einem anderen Leben, habe ich die goldene Schützenschnur kassiert und wurde sogar angesprochen, ob ich mir nicht eine Karriere bei den Scharfschützen vorstellen könnte – was ich allerdings dann doch abgelehnt habe, da ich nicht irgendwo in Afghanistan Taliban meucheln wollte, oder was man sonst so in dem Geschäft betreibt…

Ich wollte lieber Röckchen tragen ^^ aber das ist eine andere Geschichte. Doch eine weitere Anekdote meines mörderischen Talentes fand 2005 statt, als ich für meinen damals schon stark kränkelnden Dad Chauffeur gespielt und ihn zu einem Wettkampf nach Weimar gefahren habe.

Dabei handelte es sich um ein sog. Benchrest Turnier. Dabei geht es darum, mit jeweils 5 Schuss pro Runde, möglichst kleine Gruppen zu schießen. Auf Freiluft Schießständen. Mit realem Wetter.

Jedenfalls hatte mein Dad mich kurzerhand mit angemeldet, damit ich die Strecke nicht nur als gelangweilter Taxifahrer abreißen musste. Das war mein erstes Turnier dieser Art und in dieser Disziplin…und was soll ich sagen – Erster Platz und neuer Standrekord ^^ Nicht schlecht, für das erste Mal.

Jetzt hab ich schon oft genug gehört, mein Talent mit Waffen wäre nichts worauf ich stolz sein müsste…das mag sein, aber da ich mich nicht als Schul-Amokläufer sehe, bin ich es eben doch ein wenig…und dementsprechend etwas traurig, dass ich mein schlummerndes Talent nie wirklich fördern konnte….

Fakt ist, dass ich diesen Spaß drei Jahre später mit meinem Dad wiederholen konnte. Ich habe nochmals den Fahrdienst gemacht und durfte dafür mitschießen. Zwar habe ich nicht wieder den ersten Platz belegt – es sollte nur für den dritten reichen – aber bei 34 Teilnehmern war das auch in Ordnung.

Wie steht ihr zu Waffen? Sind Waffen per se böse, oder könnt ihr der Sache auch eine sportliche Sicht abgewinnen?

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