birthday

Wo ist nur die Zeit geblieben?

Heute ist ein besonderer Tag - in vielerlei Hinsicht!
Gestern war Bundestagswahl, ich habe heute Geburtstag und nun breche ich auch noch mein 6-Monats-Social-Detox und melde mich mit diesem Post zurück in der digitalen Web-Landschaft

Lesezeit ca: 2 Minuten

Hallo meine lieben Flauschies,

Wo ist nur die Zeit geblieben? Vor sechs Monaten habe ich meinen neuen Job angenommen – vor einem halben Jahr! Es erscheint mir wie eine gefühlte Ewigkeit, dass ich mit meinen Mädels zusammen im Unterricht saß und mich auf meine Abschlussprüfung vorbereitet habe.

Hmm, wenn ich so darüber nachdenke, war es doch auch erst vor kurzem, dass ich meinen kleinen Laden in Kaki aufgemacht habe, oder etwa nicht? Was? Das ist auch schon wieder annähernd 10 Jahre her? Was ist mit dem Tag, als ich meinen Meisterbrief überreicht bekommen habe? Das muss dann ja noch länger her sein?!

Wo ist die Zeit geblieben?

Ich stehe heute Morgen auf und blicke in den Spiegel und kann nicht fassen, dass tatsächlich schon so viele Jahre vergangen sein sollen. Jahre voller Freude, Hoffnungen, Sehnsüchte, Liebe, Schmerz und Kummer…doch immer auch einem Silberschweif am Horizont.

Ich habe nie damit gerechnet, dass ich heute an diesem Punkt in meinem Leben stehen würde, an dem ich bin. Meine Lebensplanung sah immer ganz anders aus. Es gab einige herbe Tiefschläge und eine Zeit, zu der ich dachte, ich würde mich niemals mehr erholen. Solche Tage gibt es immer noch, aber ich stehe jeden Morgen auf und versuche mein Bestes zu geben.

Endlich – nach einer ganzen Dekade – stehe ich wieder mit beiden Beinen im Leben. Ich fühle mich geschätzt, ich trage etwas bei und ich muss mich nicht jeden Tag aufs neue existentiellen Ängsten stellen. Ich kann endlich etwas zur Ruhe kommen.

Dennoch kann ich nicht sagen, dass ich ein rundherum glücklicher Mensch wäre, da mich die Tode der Vergangenheit leider nicht loslassen. Es gibt Abende, da heul ich mir immer noch die Seele aus dem Leib. Ich denke, das ist auch der Grund für meine lange Online Abstinenz.

Die Bubble…

Ich brauchte einfach Abstand vom Internet. So einfach ist das. Social Media, wo alles immer schön ins rechte Licht gerückt wird und alles tutti aussehen muss. Es hat mich alles so unsagbar angekotzt. Dass sich die Welt weiterdreht, während geliebte Menschen nur noch eine flüchtige Erinnerung sind…

Ich konnte nicht mehr ertragen, dass Social Media zu einem Megaphon der Ideologien und Meinungsmachern geworden ist. Was nicht auch erst seit gestern so ist, aber ich konnte in meiner Trauer nur den Stecker ziehen und mich komplett in meine kleine persönliche Bubble zurückziehen. Arbeit, Freunde, Familie, Netflix.

Wo ist die Zeit geblieben?

Der Tod und die Vergänglichkeit sind Themen die mich seit langem begleiten. Ich habe den Tod meiner Mama als ich 16 war niemals verarbeitet und das Dahinscheiden meines Vaters noch weniger. Er besucht mich regelmäßig in meinen Träumen und wir reden über das, was wir im wahren Leben nicht konnten. Ein Grund mehr, weshalb mir die oberflächliche Social Media Welt so fremd geworden war.

Es sind die Menschen, Erfahrungen und das Leben im Hier und Jetzt die zählen. Nicht das virtuelle. Dennoch fühle ich mich jetzt wieder bereit, mich am digitalen Leben zu beteiligen.

Ich habe Geburtstag. Ich habe genullt und ja, ich komme in ein Alter, in dem man nachdenklich wird – jaja, ich bin immer ein grüblerischer Frosch, aber ich meine halt noch mehr als sonst so…ihr wisst schon wie ich das meine….

Wie dem auch sei – I AM BACK!

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