2021

Neues Jahr, neues Glück. Herzlich willkommen 2022!

Mein Neujahresbeitrag zur Lage der Nation 2022

Lesezeit ca: 5 Minuten

Guten Morgen meine lieben Flauschies,

Ich gehe davon aus, dass ihr inzwischen alle aus dem Sylvester-Delir erwacht seid und so langsam den ersten Kaffee getrunken habt. Meine Wenigkeit lag so etwa gegen 3 Uhr im Bett und hat so gegen 4 dann endlich den Kopf ausmachen können. Da ICH inzwischen den ersten Kaffee des Tages getrunken habe, möchte ich dieses zum Anlass nehmen und meinen Beitrag zur Lage der Nation zu verfassen.

Herzlich willkommen 2022!

Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und vor allem, dass ihr noch wisst, wer ich überhaupt bin – hoffe ich jedenfalls. An alle, die gerade auf meine bescheidenen Seiten zurückgekehrt sind, möchte ich einen herzlichen Dank aussprechen. Für eure Unterstützung, eure lieben Worte und die viele positive Energie, die ihr mir habt zuteilwerden lassen. An alle Erstleser: herzlich willkommen.

Das alte Jahr ist Geschichte und so wie sich das Jahr mit bunten Lichtern und Geknall verabschiedet hat, so haben sich auch die größten Baustellen meines Lebens während des vergangenen Jahres in Rauch aufgelöst. Zwar habe ich auch noch mit dem einen oder anderen Blindgänger zu kämpfen, aber im Gros war das letzte Jahr für mich fantastisch. Dabei sah der Jahresbeginn überhaupt nicht danach aus. Die Finanzen arg strapaziert, kein Silberstreif am Arbeitsmarkthimmel und Corona hier und Corona dort. Nicht die besten Voraussetzungen, um sich aus der, Pardon: “Scheiße”, zu ziehen.

Aber es sollte alles anders kommen.

Während ich das Jahr 2020 und den Lockdown hauptsächlich nutzen konnte, um die Fähigkeiten meiner Leber zu skillen, so hatte ich auch mit potenziellen Arbeitgebern nur Pech. Insgesamt ZWEI schon mündlich zugesagte Stellen wurden mir jeweils am vereinbarten Tag der Vertragsunterzeichnung mit fadenscheinigen Ausreden wieder gecancelt. Solche Arschlochaktionen lassen das Selbstwertgefühl auch nicht gerade florieren wie Kresse in einer gewässerten Tastatur, was wiederum nur zu noch mehr Skillpoints auf der Leberskala führt…uncool, Leute…uncool.

Dann kam 2021 – mit viel Potenzial, aber einem finanziell sehr eng gestecktem Zeitrahmen. Eine gerichtliche Geschichte, die schon im vorherigen Oktober/November längst hätte erledigt sein sollen, zog sich noch bis Mitte Mai. Eine wahrliche Tour de Force, die meinen Nerven so ziemlich alles abverlangt hat, was noch an Nervenkostüm übrig war, wenn ich mir den Mist der letzten 7 bis 8 Jahre so ansehe.

Doch dann war da tatsächlich jemand, der mir beruflich eine Chance gegeben hat. Wahrlich im allerletzten Augenblick habe ich einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Freilich, war es zu dem Zeitpunkt nur eine Schwangerschaftsvertretung, aber es war ein Job; eine Chance mein Können zu beweisen und zu zeigen, dass meine Umschulung im BfW nicht nur eine ABM, sondern eine handfeste Ausbildung war, mit der ich auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann. Es ist ja nicht so, dass man mir bei früheren Bewerbungsgesprächen nicht gesagt hätte, dass man mir die gestellten Anforderungen nicht zutrauen würde… weil ich ja “nur” eine Umschulung gemacht hätte. “Arschgeigen….”

2021 – Year of the Mîlchen

Was soll ich sagen? Besser hätte es nicht für mich kommen können! Ich bin richtig glücklich. Ich habe nicht nur irgendeinen Job bei einer Firma im Marketing. Ich habe einen Job und arbeite mit dem besten Team der Welt zusammen. Jeder Tag ist eine Freude und jeder Kaffee ein Bankett. Jeder Lohn ein Vermögen….ok…vielleicht vermische ich hier gerade schon wieder Filmzitate ^^

Was ich sagen will ist, dass ich wirklich tolle Kollegen habe, mit denen die Arbeit Spaß macht, mit denen man gerne zusammenarbeitet. Es ist ein ganz tolles Teamgefühl und einer hilft dem anderen. Falls es jemanden von euch zufällig auf diesen Beitrag verschlägt: Danke, dass ihr mir die Chance gegeben habt, Teil dieses großartigen Teams zu werden. Ich erhebe meine Kaffetasse auf euch – Salut!

Mein Team ist absolut Multikulti und das ich Transgender bin interessiert trotzdem (oder deshalb?) niemanden. Man mag und schätzt mich einfach so wie ich bin und für meine Fähigkeiten. Es ist wunderbar! Und ich darf nicht ohne stolz verkünden, dass ich seit kurz vor Weihnachten einen Festvertrag bekommen habe. Das sorgt natürlich schon für ein ziemliches Maß an Sicherheit und Planbarkeit für die Zukunft.

Natürlich weiß ich, dass gerade in meinem Beruf gerne Jobhopping betrieben wird, aber da bin ich einfach nicht der Typ für…oder vielleicht bin ich auch einfach zu alt für den Scheiß. Ich habe jetzt 6 Jahre ABSOLUTE Unsicherheit hinter mir und freue mich jetzt auf etwas Stabilität, Sicherheit und Planbarkeit. Zukunft ich komme!

Die Familie

Man kann nicht ohne sie, aber auch nicht mit ihr…so sagt man jedenfalls. Manchmal stimmt das auch, aber mit Gewissheit kann ich nur sagen, ohne Familie ist alles doof…und stinkt. Überleben geht irgendwie, aber Familie ist das A und O. Aber was ist Familie? Das ist derzeit DAS Thema, welches mir am meisten zu knabbern gibt.

Mein Vater ist vor zwei Jahren gestorben und es war lange Zeit nicht leicht zwischen uns…und ich vermisse ihn jeden einzelnen Tag. Weihnachten war besonders schwer für mich, da ich dem alten Knacker sooo gern erzählen würde, dass ich endlich den Festvertrag habe; dass sich meine Umschulung endlich lohnt. Aber ich kann es nicht. Er ist nicht mehr da.

Dann gab es hier direkt vor Weihnachten einen Trauerfall in meiner Wahlfamilie – die Mama von DJ Chamäleon ist verstorben. Das hat die Weihnachtsstimmung natürlich schon etwas gedrückt und mich nicht nur ein kleines bisschen getriggert. Ich kannte die Frau nicht, aber die ganze Situation hat mich unglaublich an den Tod meines Papas erinnert.

Aber wir stehen alle zusammen. Aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer. In dieser mehr als seltsamen Familienkonstellation. Neudeutsch nennt man das wohl Patchworkfamilie. Chrissi – meine Ex – und ihr Mann. Seine Kinder. Meine geliebte Luna. Basti – der mal mein Schwager war.

Ich stehe zwischen allen Stühlen und bin trotzdem mitten drin und gehöre dazu. Ich habe eine Ehe verloren, aber irgendwie über tausend Umwege dennoch eine ganze Familie gewonnen. Es ist kompliziert…

Und dann sind da meine Freunde. Ich bin niemand, der mit tausend Leuten irgendwie befreundet ist und Millionen Bekannte hat. Ich kann meine Freunde an einer Hand abzählen. Meine Freunde sind für mich Teil der Familie. Freundschaft bedeutet für mich, dass man sich kennt und weiß, was den anderen bewegt; dass man sich alles erzählen kann und auch, oder gerade auch in schwierigen Situationen füreinander da ist. Ja, Sandy und Valle, ich gucke in eure Richtung 🙂

Und sonst so?

Ja, nach langen Jahren des Darbens, normalisiert sich endlich mein Leben und ich lebe wieder in stabilen Verhältnissen, nicht zuletzt dank meiner Familie (Chrissi und Sven…danke für alles!). Die restlichen Baustellen kann ich jetzt definitiv beruhigter angehen, als da wären, dass ich gerne irgendwann umziehen würde, damit ich mir endlich wieder ein eigenes Auto vor die Tür stellen kann. Ist das nötig oder gar klimabedingt zu rechtfertigen? Nein, aber ich will es! Außerdem will ich eine richtige Küche, damit ich endlich wieder richtig und für meine Freunde kochen kann. Wenn dann noch Platz für meine Anlage da wäre und ich nicht ständig meinen Nachbarn beim Koitus zuhören muss, dann wäre das ein riesen Pluspunkt. Aber ich habe Zeit. Ich muss nichts überstürzen.

Dann möchte ich gerne wieder mehr für mich tun. Ich bin fett geworden. Und das meine ich so. Mein erklärtes Ziel für 2021 sind erst mal 10 Kilo, dann schauen wir weiter, aber ich fühle mich echt nicht mehr wohl und der Spiegel ärgert mich sowieso schon seit Jahren…und wer weiß, vielleicht geht es ja doch noch einmal in Richtung FFS? Das wäre noch einmal eine größere Baustelle, die es zu managen gilt…

Und Hobbies…ich will unbedingt wieder mehr meiner alten Hobbies reaktivieren. Seit Wochen juckt es mich, meine Miniaturen wieder auszupacken. Ist das nerdig? Total! Liebe ich es? Total! Aber es ist in den letzten Jahren einfach kein Platz gewesen und der ganze Krempel ist im Keller versauert und wahrscheinlich größtenteils im Eimer. Und wenn ich dann auch noch einen 3D Drucker hätte…..träum…schwelg….

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Jahr 2021! Auf dass alle eure Träume in Erfüllung gehen mögen

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Sarah

    Nach langer langer Zeit hab ich mich mal wieder bei dir umgesehen liebe Mila und wollte ein Lebenszeichen da lassen 🙂

    Liebe Grüße von Sarah

    1. Mila

      Oh das ist ja schön, dass dieser Tage noch jemand bzw DU an mich denkst. Der Blog ist derzeit etwas verwaist, aber das soll nicht von Dauer sein. Fühl Dich mal fest gedrückt! Lass uns mal auf anderen Wegen austauschen wie es euch so geht.

      LG, Mila

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