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Moin 2026…oder nur Grüezi miteinand?

Hallo meine lieben Flauschies!
Seid herzlich willkommen, nehmt euch ein Heißgetränk und lest meine Worte – sie sind selten und (nicht wirklich) kostbar. Sagte ich schon selten? Ja denn, hier sitze ich wahrhaftig und schreibe wieder einen Blogbeitrag. Den ersten seit wann? 2024? Also noch einmal, weil es so schön war und ich 2025 mit Blogbeiträgen mal fleißig ausgesetzt habe. Hier also meine verspätete 2026 Lebenszeichen-Schreibselei.

Moin 2026…oder nur Grüezi miteinand?

Das ist die Frage, die ich mir jetzt jeden Morgen stellen muss, wenn ich ins Büro fahre. Was sage ich am besten zu meinen Kollegen? Ich wohne ja jetzt quasi fast schon in Bayern! Zumindest aus Sicht einer meiner Arbeitskollegen. Für die ist alles, was sich südlich der Elbe befindet, quasi bereits München – und da ich ja tatsächlich in München angestellt bin, kann ich das Argument sogar schmunzeln hinnehmen. Dann bin ich eben Münchnerin, wenn es die Kollegen froh macht. Ich selbst sehe mich zwar als ewiges Nordlicht, aber darauf kommt es wohl nicht wirklich an. Was hab ich da schon zu melden. Aber wer grüßt seine Kollegen denn nicht gerne mit einem beherzten Grüezi!

Ein Jahr Zwei jahre wohne ich jetzt schon in meinem neuen Zuhause. Komisch, wie die Zeit so fliegt. Aber überhaupt ist das letzte Jahr sind die letzten zwei Jahre nur so im Fluge vorbeigezogen. Aber um das Zeitempfinden eines alternden Milchens soll es hier jetzt (zumindest) nicht gehen. Oder vielleicht doch? Na schauen wir mal, wo mich dieser Beitrag schreibender Weise hinführen wird.

Ein Jahr Zwei Jahre wohne ich jetzt schon in meinem neuen Zuhause – so weit, so gut. Das Gröbste habe ich hinter mir. Ich bin mit leichtem Gepäck umgezogen. Alles neu macht der Mai, oder in meinem Fall wohl allgemein 2024. Jaha…wir haben 2026, aber ich habe diesen Beitrag letztes Jahr geschrieben aber nie fertig gestellt, so ka, chummer? Ich hatte mich wirklich von allem alten, ÜBERFLÜSSIGEN Ballast befreit. Also nicht, dass jetzt jemand denkt, ich wäre dem Minimalismus Trend verfallen. Da muss ich aber ganz vehement den Kopf schütteln. Ich bin alles, aber kein Antikapitalist. Besitz gehört zu mir, wie die Grabbeigaben zu König Tut….ja wenn ich drüber nachdenke – wer würde mir vielleicht eine Pyramide spon…äh..ja..zurück zum Thema.

Ich bin mit leichtem Gepäck umgezogen. Die meisten meiner Möbel hatten einfach ihre besten Zeiten hinter sich. Ein Pax-Schrank, der bereits 3x mal umgezogen war, wäre mit einem 4ten Umzug definitiv nicht besser geworden. Das Gleiche galt für eine fast 15 Jahre alte TV-Bank-Kombi, die nur dank Panzertape nicht zu Staub zerfallen ist. Ja, es wurde Zeit, den Neuanfang in der neuen Wohnung auch mit neuen Möbeln zu zelebrieren. Man feiert ja nicht jedes Jahr einen Neuanfang. Ok, ja schon irgendwie – nennt sich Silvester, aber ihr wisst, was ich meine. So in der neuen Traumwohnung. Befreit von den Sorgen der Vergangenheit. Tabula Rasa.

Mein Leben in einer Sprinterladung und 2 Kofferräumen

Zu den Dingen, die ich aus meinem alten Leben mitgenommen habe, zählen tatsächlich nur meine Waschmaschine, mein Interimsschreibtisch und meine sündige Ikeaspielwiese aus quietschenden Metallstreben (und selbst die ist zu 50 % neu, weil ich mir eine nigelnagelneue Matratze gegönnt habe). Achja, 3 schäbige Malm Kommoden habe ich mitgenommen, die so zerkratzt sind, dass die Teile unbedingt noch ein Upcycling brauchen. Ich habe da auch schon gute Ideen für und auch schon fast die Energie.

Das meiste, was ich mitgenommen habe, waren Umzugskartons. Ich weiß nicht mehr, wie viele. Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß, wie viel Scheiß man mitnimmt, obwohl man eigentlich schon aussortiert hat. Ich bin da nicht anders, aber gerade von meiner Büchersammlung konnte ich mich nicht trennen. Meine Umzugshelfer hassen mich dafür – ich liebe sie dafür. Also meine Helfer. Und meine Bücher. Auch wenn sie gerade noch ein gestapeltes Dasein fristen und noch nicht mit einem bibliothekarischen Charme optisch zur Geltung kommen.

Denn das ist die Crux an „Alles neu!“. Möbel sind ja wohl sauteuer! Sogar die Papiermöbel vom schwedischen Lieblingsausstatter kosten stellenweise richtig Asche. Aber ich wollte das ja. Und es hat so einen Spaß gemacht, die Wohnung ganz nach meinen Wünschen herzurichten – nur, dass ich jetzt ein Jahr später, immer noch nicht ganz fertig bin. Ja, in jedem Raum steht was und gerade das Wohnzimmer ist bereits sehr wohnlich, aber ich bin noch nicht fertig. Zeit, Geld, Energie. Die ausschlaggebenden Punkte.

Was habe ich aber nun aus der alten Wohnung sonst noch mitgenommen? Die bereits erwähnten Bücher, Dekokrams, Klamotten und Geschirr. Geschirr, welches ich in der alten Wohnung nie ausgepackt hatte, weil mir schlicht der Platz fehlte. Und jetzt hat es endlich einen Platz. Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich mich das macht. Endlich etwas Stil in meinem Leben und nicht nur alles in einen Schrank gestopft. Alles bekommt einen angestammten Platz. Ich kann mich ausbreiten.

Aber das ist die Dekadenz meines neuen Lebens. Angekommen bin ich mit einem vollgepackten Sprinter und zwei Kofferräumen – der Basis, aus der meine Zukunft erwachsen soll.

Angekommen im Süden Hamburgs

Wie ich bereits in meinem letzten Post geschrieben habe, hat es mich wieder nach Harburg verschlagen. Hier habe ich schon einmal vor 20 Jahren gewohnt. Nach meiner ersten Berufsausbildung. Und habe nichts von der Gegend mitbekommen, in der ich gelebt habe. Dabei gibt es hier so schöne Fleckchen, wenn man sich nur mal am inneren Schweinehund vorbeimogelt und einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft in Kauf nimmt. Da wäre einerseits das berühmt und eigentlich noch berüchtigtere Phönixviertel…eine Gegend, die nicht unbedingt für ihren Charme bekannt ist und zum Verweilen einlädt. Eigentlich nur interessant, wenn man im Phönix Center shoppen will.
Aber ich lebe ja auf der anderen Seite. Dort wo es grün ist und dicke Windelengel die Harfe zupfen – was stimmt eigentlich nicht mit mir? – dort wo ich in nur 10 Minuten am Wasser bin und einen wunderbaren Blick auf den Außenmühlenteich habe und mich in den etwa 1,5-stündigen Rundgang um den See verliebt habe. Wirklich – die Lage meiner Wohnung ist ganz famos, so ich Möglichkeiten zum Einkaufen auf der anderen Straßenseite habe, einen Bus direkt vor der Tür – was sollte ich noch mehr wollen? In knapp 30 Minuten kann ich am HBF sein (falls der HVV mitspielt) und gerade auch mit dem Auto ist die City nur einen Katzensprung entfernt (wer wäre so dumm mit dem Auto nach Hamburg REIN zu fahren?).

Ja – die letzte zwei Jahre habe ich genutzt, um es mir über die Maßen heimelig zu machen. So langsam wird die Wohnung MEINS. Ich bin angekommen. Die nötigsten Basis Anschaffungen sind da – Sofa, Schränke, Lampen, Tralala…jetzt geht es allmählich daran, die Wohnung hübsch zu machen. Deko und Pflanzen ziehen bei mir ein…Dinge die ich mich die letzten 10 Jahre nicht zu besorgen getraut hatte.

Was bringt 2026?

Ich will mich um viele Dinge kümmern, die 2025 einfach liegen geblieben sind. Ich will mich mehr um MICH kümmern. Durch meine Arbeit und das bisschen Sozialleben, das ich noch habe ist z.B. das Bloggen das letzte Jahr, nein die letzten 2 Jahre irgendwie komplett ausgefallen. Ich hatte weder Zeit, Lust, noch Muße was zu schreiben. Die politische Weltlage lastet emotional arg auf meinen Schultern. Die Hälfte der Bevölkerung will Menschen wie mich zu Personen non Grata erklären….alles irgendwie schwierig. Es ist, als würden mich die 3 Geister der Weihnacht täglich heimsuchen, um mich mit den Sünden der Vergangenheit, den Fehlern der Gegenwart und den Sorgen der Zukunft zu quälen…

Vielleicht hilft es mir ja etwas, wenn ich wieder anfange mehr zu schreiben. Natürlich hat sich das leben heutzutage von Blogs hin zu Threads, Reddit, Discord, etc verlagert…aber ich mag mein digitales Fleckchen immer noch 🙂 Und nach meiner längeren pause habe ich tatsächlich auch wieder Ideen, um etwas frischen Wind in die staubigen Mila-Hallen zu bringen – so denn ich die Energie dazu finde, neben meinem eight-to-siebzehnuhr-Job.

Ich grüße all euch bunten Wesen da draußen und besonders all die, die sich vielleicht doch nochmal auf meinen Blog verlaufen!


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Falls dir der Kram gefällt, den ich hier so fabriziere, dann würde ich mich sehr über ein Käffchen oder eine Rhinoplastik freuen :D

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