Ein Licht am Horizont

Ein Licht am Horizont

Wieder einmal sitze ich hier an meinem PC und sinniere über mich, das Leben und den ganzen Rest. Wohin geht die Reise? Was erwarte ich vom Leben? Manchmal habe ich sogar das Gefühl ich weiß nicht einmal WELCHE Fragen ich mir stellen soll…
Die Zukunft…immer in Bewegung sie ist.
Schwer zu erkennen.
Da sind zum einen die Pläne die man schmiedet und dann ist da das Leben, welches einem Stöcke zwischen die Beine wirft und versucht auch ja alles zu tun, damit diese nicht Realität werden. Das Universum hat eine garstige Ader.
Eine sehr garstige Ader.
Da denkt man, man könnte endlich zur Ruhe kommen; sein Leben endlich so leben wie man möchte und sich etwas aufbauen.
Äh äh!
Nicht in dieser Welt.
Ich habe eine sehr lange und schwerwiegende depressive Phase hinter mir. Ich komme gerade wieder auf die Füsse, habe eine schnuckelige kleine Wohnung bezogen und will mich wieder dem Alltag stellen – doch manchmal kommt es anders.
Mein Refugium ist gerade zerbrochen.
Mein Rückzugsort.
Versinkt wie Ruinen im Sand.
Verloren…wie Tränen im Regen.
Und das Schlimmste dabei? Ich fühle mich zu einem gewissen Grad schuldig. Nicht das ich tatsächlich SCHULD tragen würde…aber ich frage mich, ob meine reine Anwesenheit die Saat der Verderbnis geliefert hat. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn ich mich einfach in mein Loch verkrochen hätte und gestorben wäre.
Das sagt mein Herz. Natürlich weiß der Kopf, das nichts was auf einem soliden Fundament steht, durch mich bedroht sein könnte…dennoch nagt da etwas an meiner Seele. Dennoch ist mein Gewissen rein, da ich nie eine aktive Unterminierung unternommen oder auch nur versucht habe – ich war geschlagen und habe es akzeptiert (so hart die Scheidung auch war).
Wie gesagt, mein Refugium löst sich in Staub auf. Ich habe keinen Anker mehr und weiss nicht was ich tun soll.
Ich fühle mich allein. Meine Familie…das was meine Familie geworden war…löst sich gerade in Luft auf. Von Gram und Schmerz aufgefressen.
Ich bin an dieser Stelle sowohl extrem egoistisch, als auch extrem empathisch. Erst habe ich dieser einen Person so extrem weh getan (wenn auch nicht auf diese einfach nur perfide und absichtlich verletzende Art!) und jetzt passiert ihr das…
Es tut mir von herzen Leid was sie erdulden muss. Das hat sie einfach nicht verdient. Und ich gebe mir eine Mitschuld, obwohl ich an den aktuellen Geschehnissen nicht im geringsten beteiligt war. Der Unterschied ist der, das ich mich damals einfach entwickelt habe…und nie vorsätzlich böse war. Dennoch fürchte ich, dass ich damals etwas in ihr getötet habe…etwas was sie jetzt bzw. die letzten drei Jahre gebraucht hätte…

Ich bin egoistisch weil sich mein ruhiges Leben gerade in Wohlgefallen auflöst. Meine Familie bei der ich meine Depressionen regeneriere. Der Ort an dem ich mich sicher fühle.
Gleichwohl bieten sich neue Chancen. Doch ich will nicht opertunistisch erscheinen. Nichts liegt mir ferner.
Ich bin hin und her gerissen.
Ich lebe mich gerade in meiner beschaulichen kleinen Wohnung ein. Ich mach sie mir so wie sie mir gefällt. Ich habe gerade einen megageilen, niegelnagelneuen Herd bekommen und mein Schlafzimmer mit der lila Barocktapete ist der Hammer….
Und am allerwichtigsten…
Ich habe endlich wieder ein Ziel im Leben gefunden!
Ich will nicht mehr dahin vegitieren; angstzerfressen, voller Schuldgefühle und der immerwährenden Furcht zu versagen.
Ich kämpfe für eine Umschulung, da ich mir mein Traumstudium ohne Sugardaddy nicht finanzieren kann. Eine Umschulung, bei der ich allerdings sogar Geld bekommen würde, ist da ein gänzlich anderer Schnack.
Mediengestalterin Digital und Print.
Etwas gänzlich anderes als ich bisher gemacht habe. Etwas in dem ich wirklich Freude für die Zukunft sehe.
Doch meine Freude wird durch die gegenwärtige Situation auf eine harte Probe gestellt.
Wo wird es mich hin verschlagen?
Meine Welt wurde gerade erschüttert und ich frage mich, ob ich demnächst allein in Neumünster bin.
Es steht das Angebot wieder in die große, weite Welt hinauszuziehen…doch ich bin doch gerade erst angekommen!
Ich will doch jetzt mein Leben leben und mein Nest bauen und mich beruflich auf ein neues Level bringen…
und ich will meine Familie nicht verlieren…
und neue Freunde habe ich auch gefunden…
Ich bin egoistisch. Ihre Welt liegt in Scherben…nicht die meine.

Jetzt heisst es erst einmal die Agentur für Arbeit zu überzeugen, dass genau diese Umschulung das ist was ich jetzt brauche…daraus wird sich alles andere ergeben.

Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterPin on Pinterest0Print this page
Informativ
Verständlich
Lustig

Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

3 Kommentare

  1. hallo liebe mila

    ich bewundere dich ganz toll für deine stärke, habe deinen blog durch zufall gefunden und ihn direkt unter meinen favoriten gespeichert (folgen kann ich dir hier nicht, oder?).

    ich wünsche dir ein wunderschönes wochenende mit ganz viel sonne :* bis demnächst,

    heike

    • Hallo 🙂
      Vielen Dank für deine Worte! Klar kanst du mir hier folgen…irgendwo auf der rechten Seite findest du ein Abo-Feld…sonst gibt es noch einen RSS Feed, Twitter…Fratzebook…doch, man kjann mir folgen ^^

      LG,
      Mila

  2. Liebe Mila

    Ich kann dich sehr gut verstehen, weil ich, wie du weisst, auch einiges in der Richtung durchgemacht habe und einiges noch durchmache. Hörst du mich überhaupt? Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass du mich überhaupt gar nicht hörst. Dennoch möchte ich es versuchen… *an dir rüttle*

    Dein Refugium zerbricht sicher nicht, weil du daran Schuld bist/hast. Es zerbricht wegen andere Faktoren, die ich leider eben selbst auch kenne. Es ist nicht die Saat der Verderbnis, denn die richtet da keinen Schaden an.

    Wage es dir auch nicht fort zu gehen, denn das würde viele traurig machen. Ich besonders. 🙁 Du weisst, dass du dich jederzeit melden kannst, wenn etwas ist oder auch einfach so. Bin in kürzester Zeit bei dir. Mit 190 km/h über die Autobahn, aber natürlich nur dort, wo man darf! 😆

    Und du hast einen Anker, einen sehr grossen! Du siehst ihn nur nicht oder willst ihn nicht wahr haben. Du solltest wissen, auch wenn es nicht ganz dasselbe ist, wie dein Refugium, aber du kannst JEDERZEIT her kommen (oder ich hole dich), um dich zurückzuziehen oder ähnliches. Dir steht immer die Tür offen und eine sehr herzliche Familie. Es gibt keinen Ersatz für etwas, ich weiss, aber eine Möglichkeit. Du bist nicht alleine. Nie! Hörst du?

    Du hast auch keine Mitschuld, wie du eigentlich selbst im nächsten Atemzug sagst, denn jeder entwickelt sich weiter. Der eine so, der andere so. Daran kann man nichts machen, weil es so kommt, wie es kommen soll. Nur warum soll es so kommen? Das weiss niemand. Leider. 🙁

    Finde übrigens dein neues Ziel im Leben toll. Das wollte ich damals immer werden, aber als ich in die Schweiz zog, war dieser Traum zerplatzt. Dort sind die Anforderungen extrem höher gewesen… Du schaffst das, ich glaub an dich! 🙂 Einfach nicht aufgeben, ja?

    *Deinen Kopf heb*. Ich hab dich lieb :-*

    Liebe Grüsse
    Selina

Kommentar verfassen