Meine Umschulung: Mediengestalterin Digital -01-

Guten Morgen meine lieben Flauschies,

OK, wenn ich mit dem Artikel fertig bin, ist der Morgen wohl schon durch, aber egal, ich lasse das jetzt so stehen. Wie ihr alle sicherlich mitbekommen habt, hat sich in meinem Leben endlich etwas getan. Ich habe plötzlich wieder eine Perspektive.

Denn ich habe „Meine Umschulung: Mediengestalterin Digital“ begonnen!

Das ist auch der Grund weshalb es die letzten zwei Wochen etwas stille auf meinem Blog und meinen Social Media Kanälen geworden ist – das Internetz war immer eine Zuflucht für mich, mein Knotenpunkt zu sozialer Interaktion, aber plötzlich – quasi aus heiterem Himmel – habe ich wieder ein Leben. Ein Leben mit Menschen und reden…und Lachen. Das ist ganz famos…um nicht zu sagen: fantastisch ^^

Mein Wecker klingelt jeden Morgen um 5 Uhr. Früher hätte ich mich beschwert, gemotzt, gemeckert und mich aufgeregt. Im Moment freue ich mich aber über jeden neuen Morgen. Überhaupt bin ich seit einer Woche einfach nur glücklich! Ich bin wie ausgewechselt. Zu Hause erkennt man mich gar nicht wieder – ich lächle, mache Scherze und bin allgemein sehr viel schwerer aus der Ruhe zu bringen.

Das fühlt sich bombastisch an! Ich erkenne Reste des Menschen, der ich einmal wahr. Des Menschen der die Welt für sich erobern wollte. Der einen Plan für die Zukunft hatte. Es fühlt sich gut an….lebendig.

Da macht es mir tatsächlich überhaupt nichts aus, dass ich jeden Morgen und jeden Nachmittag jeweils 1,5 Stunden im Zug sitze – endlich komme ich wieder dazu vernünftig zu lesen. Ich bin eine Leseratte wie sie im Buche steht, aber zu Hause liegt eben doch immer wieder etwas anderes an. Und sollte ich mal nicht lesen wollen? Nun, dann kann ich immer noch die Augen zu machen. Powernapping for the win 😛

Wie ergeht es mir so bei der Umschulung?

Ich war anfangs echt skeptisch was das BfW angeht. Das muss ich ja ganz unumwunden zugeben. Dem BfW haftet schon irgendwie ein zweifelhafter Ruf an – mein erster Gedanke war „na toll, eine Behindertenwerkstatt…“. Und die erste Kennenlernwoche hatte nicht unbedingt dazu beigetragen meine Erwartungshaltung zu verbessern. Alles wirkte etwas unkoordiniert und unstrukturiert – der Großteil der Belegschaft war noch im Urlaub. Gerade die Mediengestalter traf das besonders hart, als dass quasi niemand da war, der für uns zuständig war und wir die erste Woche nur bei den IT-Berufen mit durchgezogen wurden.

Aber nach den ersten Startschwierigkeiten hat mich die zweite Woche wieder versöhnlicher gestimmt. Genauer gesagt fühle ich mich geradezu beschwingt. Alles ist neu und aufregend! Jeden Tag erlebt man etwas Neues.

Das fing mit dem Einrichten unserer Arbeitsplätze schon an – immerhin saß ich noch nie zuvor an einem Apfel. Ich meine, schick sind die kleinen Kisten ja schon, aber wie würde ich mich als bekennendes Windows-Kind zurechtfinden? Klassiker wie die Sache mit dem Rechtsklick sind ja schon gewöhnungsbedürftig…aber alles in allem werde ich mich schon zurecht finden, denn das die Oberfläche überfrachtet wäre, kann ich nicht behaupten. Eher das Gegenteil – das Mac OS wirkt tatsächlich sehr schlank und frisch. Dennoch konnte ich mir nicht verkneifen, mir am zweiten Tag meine eigene Maus mitzubringen. Die Apple-Maus ist eine Krankheit! Viel zu klein und vom Handling wie eine 90er Jahre Kugelmaus ^^

ein wenig Individualisierung später…böse Zungen würden Chaos sagen ^^

Wie war das mit der sozialen Komponente?

Oh ja <3 Wir vom ersten Semester sind nur zu acht! Das sorgt für eine gemütliche kleine Runde. Und wie das immer so ist, hatte ich zu Anfang eine Heidenangst, wie die Leute auf mich reagieren würden. Und wie immer macht sich Mila viel zu viele Sorgen. So langsam sollte ich es lernen, aber ein gebranntes Kind bleibt ein gebranntes Kind…obwohl ich mir wohl keine besseren Mitstreiter wünschen könnte. Schon nach der ersten Woche fühlt es sich bei uns richtig nach „Team“ an…jedenfalls ist das mein Empfinden. Mein „Geheimnis“ ist auch gelüftet – was in Anbetracht meiner Blogtätigkeit ja absehbar war – und das ist gut so. Wie ihr wisst habe ich immer noch ein riesiges Problem meine eigene Stimme zu akzeptieren – so fällt es mir definitiv leichter vor den anderen zu reden, immer in der Angst mich zu verraten. Und ihr habt mich so klasse akzeptiert.

An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an euch! Auf zwei aufregende, kreative und spannende Jahre!

 

 

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Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite,
34 jährige Hobbyfotografin…Möchtegernmodel…und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

9 Kommentare

  1. Erzähl uns von deinen Mitumschülern!

    • Hallo 🙂
      Das würd ich ja gerne…aber aus Gründen des Respekts halte ich die da noch einstweilen raus ^^ wenn die irgendwann mal ins Rampenlicht wollen , dann werde ich bestimmt über sie schreiben – bis dahin…nope :O)

  2. Toll war du so als machst. Klasse Umschulung.
    Toller Blog, ich verzweifel noch, weil ich es nicht so hinbekomme, wie ich möchte. Bist eine tolle Frau. Weiter so

  3. Hallo Mila,
    ich freue mich für dich, das die Umschung klappt,.Ist schon ein toller Arbeitsplatz!
    Bei meiner Arbeitslosigkeit hab ich das auch gelernt.Die ersten Tage war ich ganz verzagt und hätte heulen können.Der Apfel und P C war für mich absolutes Neuland. Aber ich habs geschafft ,wie du sicher auch! Hat mir auch unheimlich viel Spaß gemacht.
    Dir noch viel Spaß!
    L G Geraldine

    • Hallo Geraldine,
      Danke für den Kommi. Die ersten tage waren noch furchtbar und jetzt mag ich nimmer weg. Meine Truppe ist der hammer und ich stehe jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht auf. Die Umschulung könnte gar nicht besser laufen!

  4. Liebe Mila, einfach wunderschön, dass Du Dich endlich wieder täglich freuen kannst! Wünsche Dir, dass das anhält und Dich die Kollegen so nehmen, wie wir Dich kennen und schätzen!
    Alles Liebe!
    Maneu

  5. Hallo Mila,
    toll dass das mit der Umschulung so gut geklappt hat. Dem Apfel habe ich mich in meinen 9 Jahren erfolgreich verweigert. Ich beneide dich gerade schon ein wenig, weil mein jetziger Job doch ‚etwas“ trockener ist und die Vergangenheit für mich nur noch Hobby. Dein Schreibtisch schaut nach 2 Wochen aber noch total harmlos aus, aber keine Angst das wird schon. kreatives Chaos kommt fast von alleine. Das regiert bei mir auch noch immer.
    Liebe Grüße Andrea

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