Es weihnachtet sehr…oder nicht?

Es weihnachtet sehr…oder nicht?

Ho ho ho meine lieben Flauschies,

Es weihnachtet sehr…oder etwa nicht? Es ist die schönste Zeit des Jahres – naja, wenn man von den Zeiten mit Schirmchendrinks, Sonnenbräune und Pools absieht. Also ja, es ist die schönste Zeit des Jahres.

Und ich gebe es zu ich habe immer noch eine verklärte Kleinkindsicht, wenn es um Weihnachten geht. Ich erinnere mich an Zeiten, die noch unbeschwert waren, als es den lieben langen Dezember über geschneit hat und man dick eingemummelt durch die weisse Pracht gestürmt ist. Auch ich habe als Kind Schneemänner gebaut und sehnsüchtig jedes neue Türchen in meinem Adventskalender geöffnet. Als Kind schien die Zeit schier endlos zu sein. Eine wahrlich unbeschwerte Zeit.

Im Laufe der Jahre wurde der Schnee immer weniger, die Vorfreude ebenso…und das Kommerzdenken hielt Einzug. Mein alter Chef hat dann immer seine Dagobert Duck Seite gezeigt und offen darüber geredet, wie leicht es wäre, den Kunden in der Weihnachtszeit noch mehr Zeug anzudrehen…

Als Autofahrerin fürchte ich jede Schneeflocke und überhaupt hatte Weihnachten lange Zeit seinen Reiz verloren. Ich hatte meine Kindliche Unschuld verloren, was aber auch meinem alten Leben geschuldet war.

Erinnerungen an die unbeschwerte Kindheit

Erinnerungen an meine Kindheit ploppen immer wieder auf…echte…und gewünschte. Dieser Tage erwische ich mich immer öfter dabei, dass ich mir meine Kindheit zurückwünsche und dabei viele Dinge wohl etwas verklärt sehe, oder mir vielleicht auch schöner rede, als sie wirklich waren. Aber ich war halt Kind und Weihnachten war toll – so einfach.

Ich bin ein regelrechter Weihnachtsjunkie geworden und muss hier öffentlich gestehen, dass ich auf Kitsch stehe. Kennt ihr diese kleinen Dioramen, wo so kleine Figürchen Schlittschuh laufen, oder eine Bimmelbahn um ein verschneites Winterdorf kreist? Diese Dinger sind Kitsch pur…und ich liebe sie, da ich mir die kindliche Faszination bewahrt…oder vielleicht auch wiederbeschafft habe.

Ich liebe es über Weihnachtsmärkte zu schlendern – wobei ich hier besonderes Augenmerk auf das Wort schlendern legen möchte. Ich rede nicht davon, mich von den Massen über den Ballindamm schieben zu lassen (auch wenn das mal schön ist), sondern von kleineren Lokalmärkten, auf denen es nicht so voll ist. Wenn ich den Boden vor mir noch sehen kann, dann ist das ein großes Plus.

Die Kindheit neu erleben

Besonders schön ist es, diese Zeit neu zu erleben – mit einem kleinen Kind zusammen. Meine kleine Maus ist jetzt 4 Jahre alt und erlebt Weihnachten das erste Mal wirklich bewusst – mit Adventskalender, Kekse backen und allem drum und dran. Das ist für mich wie eine eigene zweite Kindheit.

Letzte Woche war ich mit der Kleinen in Himmelpforten, dem Christkindldorf….quasi am Nordpol. Ein wirklich schöner kleiner Weihnachtsmarkt (mit dem besten Spanferkelbrötchen, dass ich je gegessen habe – da kann Santa Pauli einpacken!) und Poststelle des Weihnachtsmannes.

Und was für Augen die Lütte gemacht hat, als sie dann tatsächlich den Weihnachtsmann gesehen hat! Was für eine Respektsperson…hat kein Wort rausgebracht die Kleine. Sonst Vorlaut wie Oskar….Gott wie lieb ich die Maus habe.

Zu sehen wie überwältigt die Lütte von all diesen Eindrücken ist, die so ein Weihnachtsmarkt zu bieten hat, ist fast so, als wäre man selbst wieder Kind. Ich kann mir kaum etwas schöneres vorstellen….

Schatten überdecken Weihnachten

Leider gibt es derzeit einige Schatten, die meine neu entfachte Liebe zu Weihnachten überdecken. Da wäre zunächst einmal meine bisher fruchtlose Wohnungssuche und meine zu Ende Januar drohende Obdachlosigkeit. Die letzten Wochen waren von sehr viel Rennerei und Besichtigerei geprägt. Arbeit bis 16 Uhr, dann durch Hamburg gurken um ein oder zwei Wohnungen zu besichtigen und dann zurück nach Stade. Kaum ein Tag in den letzten Wochen, an dem ich mal vor 8 zu Hause war. Da ist nicht so viel mit weihnachtlicher Besinnlichkeit.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg beim Endspurt! Wir lesen uns am Wochenende 🙂

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Über Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

2 Kommentare

  1. Liebe Mila, trotz des Wohnungssuchfrusts wünsche ich Dir frohe Weihnachten und hoffentlich einige menschlich herzliche Ereignisse! Halte durch, lass den Kopf nicht hängen, wir sind in Gedanken bei Dir!
    Drücke Dir alle Daumen, dass Du ab Januar eine neue Wohnung hast!!!
    Maneu

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