Mein Jahresrückblick 2017 – Familie –

Mein Jahresrückblick 2017

– Familie –

Hallo meine lieben Flauschies,

das Jahr 2017 neigt sich mit großen Schritten seinem Ende entgegen. Für mich war und IST dieses Jahr ein Jahr der großen Veränderungen. Es ist viel passiert und die Dinge sind alle im Wandel – in stetiger Bewegung die Zukunft ist. Mir ist wahnsinnig viel Gutes widerfahren, doch auch das Pech hat dieses Jahr nicht vor mir halt gemacht.

Wobei ich ehrlicher Weise sagen muss, dass ich mir das Leben aber auch selber immer wieder schwer mache. An meiner latenten Negativität muss ich definitiv arbeiten, wenn ich irgendwann im Leben auch einmal glücklich sein will – also dauerhaft und nicht nur für ein oder zwei Stunden.

Die Familie

“La Familia / Mischpoke / Sippe / Clan …es gibt viele Begriffe, um der Sache einen Namen zu geben”

Ja….die liebe Familie. Was ist Familie? Wird man da hineingeboren? Entwickelt sie sich, oder suchen wir uns unsere Familie selber aus? Es gibt verschiedene Definitionen. Familie kann positiv….aber auch negativ sein. Je nach Standpunkt.

Einerseits habe ich da meine Blutsfamilie – die Blutsverwandschaft, bei der man sagt, dass Blut dicker als Wasser wäre. Das habe ich lange Zeit nicht geglaubt, oder wenn ich ganz ehrlich bin, nicht glauben wollen.

Ich habe in den letzten 2,5 Jahren keinen nennenswerten Kontakt zu meinen Eltern gehabt. Das hatte alles seine Gründe; ich bin nicht umsonst bei einer Nacht und Nebelaktion getürmt und habe alle Brücken hinter mir abgebrochen. Dennoch muss ich heute eingestehen, dass auch ich nicht alles richtig gemacht habe. Sicherlich brauchte ich meine Zeit, um mit mir ins Reine zu kommen…um mich überhaupt zu finden.

Damals ging es mir nicht gut und die Bäume am Straßenrand sahen alle schon irgendwie verlockend aus, aber das sol nicht Thema sein. Ich war ein emotionales Wrack und habe nicht bekommen was ich gebraucht hätte. Statt dessen gabs immer nur noch mehr auf den Sack…oder so zumindest meine Sicht der Dinge damals. Wenn ich jetzt so zurück blicke, dann habe ich mich vermutlich auch nicht so traumhaft verhalten, aber sei es drum…

Ich habe das damals für mich negative Umfeld verlassen und mich in mein persönliches Ahch-To zurückgezogen. Auch ich wollte nicht gefunden werden, die Welt Welt sein lassen und mich nur noch von grüner Milch ernähren…aber ob das so richtig war? Nun, zumindest ist es Wasser unter der Brücke…

Fakt ist, das ich trotz allem was passiert war, nie aufgehört habe meine Eltern zu lieben. Sie taten mir nicht gut, aber ich habe sie geliebt…und irgendwo ist das auch der Grund dafür, das alles so gekommen ist. Wie fast jedes Kind sehne ich mich nach der Anerkennung meines Vaters. Die Absolution meines Vaters nahm in meinem Leben den allerhöchsten Stellenwert ein. Wenn mein vater mit mir zufrieden war, dann konnte auch ICH mit mir zufrieden sein…

Und ich hatte doch alles verloren, was ich mir aufzubauen versucht hatte…und noch viel mehr. Ich habe meinen Vater um seinen Stammhalter gebracht. Ich habe ihm seinen SOHN genommen…

“Wie kann ich nur mit dieser Schmach, dieser Schande leben…oder ihm auch nur unter die Augen kommen?”

Nach fast drei Jahren sehe ich die Zusammenhänge von damals etwas klarer; weshalb ich so empfindlich war; weshalb ich da weg musste! Ich war ein gebrochener Mensch und kam mit mir nicht zurecht. Mein Dad war ein Spiegel für meine Scham…und das Jahre lang.

Aber das wirklich Traurige an der Geschichte ist, dass ich meinem Vater zu wenig zugetraut habe; dass ich ihn maßlos unterschätzt habe und selbst so fucking schwach war! Ja, ich habe ihn und mich enttäuscht…aber in der Realität habe ich NUR mich enttäuscht und DAS habe ich an IHM ausgelassen und ihn als Sündenbock für meine eigene Scham missbraucht!

Ja, er nutzt meinen Deadname. Ja, er versteht nicht wirklich was in mir vorgeht, oder die Sache mit der TS…aber er ist nicht der Mensch, den ich in den letzten Jahren aus ihm gemacht habe.

“Denn auch er hat nie aufgehört mich zu lieben!”

Und ich ärgere mich über die verlorene Zeit, die ich nie zurückbekommen werde. Eine Zeit in der wir uns hätten besser verstehen lernen können….

 

Bis Morgen meine Lieben, wenn es mit dem nächsten Teil meines Jahresrückblickes weiter geht!

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Über Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

2 Kommentare

  1. Liebe Mila, ich schließe mich meiner Vorgängerin an! Du hast übermenschlichen Mut bewiesen, bist nach Fehlschlägen immer wieder aufgestanden und hast Deinen Weg fortgesetzt und mehrere wesentliche Ziele erreicht! Eine gelungene Transition, Ausbildung, Partner: das ist bewundernswert und davon kann sich leider kaum ein nicht TS-Betroffener eine Vorstellung machen! Ja, es wäre schön, wenn uns nahestehende Menschen das anerkennen und uns vorbehaltlos wertschätzen könnten, leider ist das oft nicht der Fall, was besonders bei Eltern, Kindern und Partnern sehr weh tun kann. Aber manchmal zeigt sich dann leider, dass weniger der Mensch in uns geliebt wurde, als die Vorstellung, wie er zu sein hat und dafür trägst Du keine Verantwortung. Im Gegenteil: sei großzügig zu Dir und ruhig auch ein bisschen stolz auf die überwundenen Schwierigkeiten…
    Alles Liebe und schreib weiter! Deine Maneu

  2. Liebe Mila, ich finde Du gehst mit dir viel zu hart ins Gericht, deine Eltern haben dich gezeugt, in erster Linie einen Menschen und nicht Junge oder Mädchen. Die unvorstellbaren Qualen einer “Gender Dysphorie” sind nur Betroffenen zugänglich, Du bist nicht dein Vater sondern Mila, Du bist nicht geboren um Erwartungen von jemandem zu erfüllen, sondern um zu lieben und geliebt zu werden und der Mensch zu werden der Du bist. Wär ich dein Papa, ich wäre stolz auf dich, wie mutig Du bist, wieviel Leid Du in Kauf genommen hast und trägst, um so zu sein wie Du bist. Ich finde ein liebender Vater tut gut daran, das Leben welches er geschenkt hat zu würdigen, indem er es lernt anzunehmen wie es ist, du bist “Mila” niemand sonst… basta! 😘

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