Mila testet: Nikkor-H-C Auto Festbrennweite 50mm F2 (Kellerfund)

Mila testet: Nikkor-H-C Auto Festbrennweite 50mm F2 (Kellerfund)

Hallo meine lieben Flauschies,

Wie das so ist – man hat da so DEN speziellen Stapel Kartons, der schon 4 mal mit umgezogen ist. Jedesmal nimmt man sich vor, die Dinger auszuräumen und durch zuflöhen, damit die beim nächsten Umzug NICHT noch einmal mitgeschleppt werden müssen. Diesen einen Karton, ganz hinten, ganz unten im Keller schleppe ich jetzt wohl bereits seit meinem Auszug aus dem elterlichen Hause mit mir rum…und jedes mal ist das blöde Ding nur in den Keller gewandert, weil es könnte ja etwas darin sein, was man noch braucht….well….

Was soll ich sagen – am Wochenende hat mich die Räumwut überkommen bzw. die ich-stell-bei-ebay-ein-was-geht-Laune. In Folge dieser habe ich DEN Karton ausgepackt. Dabei ist mir ein wahres Kleinod in die Hände gefallen. Meine alte „Kinderkamera“ – der erste richtige Fotoapparat, den ich von meinen Eltern bekommen habe. Eine uralte Nikon aus den 60ern. So ein richtiges Retroteil… Da sind Erinnerungen wach geworden! Zuletzt habe ich die wohl während meines letzten Familienurlaubes mit meinen Eltern benutzt. Das muss so etwa 99 oder 2000 gewesen sein, also schon ein Paar Tage her und laaaange vor der wirklichen Marktreife digitaler Fotoapparate. Aber viel spannender als der Fotoapparat an sich, ist das Objektiv!

Nikkor-H-C Auto F2

Ich bin mir nicht sicher wie ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, aber dieses 60er Jahre Objektiv hat das selbe Objektivgewinde wie meine moderne Digitale 3100! Der Nikon eigene F-Bajonettverschluss wurde 1959 mit der Nikon F eingeführt und hat sich bis heute nicht verändert – nur die digitale Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera hat Einzug in die Fotografie gehalten.

Was ist aber so besonders an einem gefühlt 100 Jahre alten Objektiv? An dieser Stelle könnte ich mich jetzt in technischen Details ergehen, aber das überlasse ich den Fachleuten die das bereits getan haben – wie etwa hier….oder hier. Wer sich die Mühe macht, ein wenig die technischen Finessen dieses Altglases zu studieren, wird merken, dass es sich um ein gar nicht so übles Stück Fotoequipment handelt. Natürlich ist das Handling ein ganz anderes, als man es heutzutage gewohnt ist – weder hat dieses Objektiv einen Autofokus, noch eine Belichtungsmessung die von einer modernen Kamera ausgelesen werden könnte. Hier muss ich tatsächlich alles selber machen und die Blende über den Stellring am Objektiv selbst einstellen.

Und da komme ich zu meinem persönlichem Highlight – die Haptik! Oh…mein…Gott. Das ganze Objektiv ist aus Metall gefertigt. Der Blendenring „klickt“ befriedigend durch die Blendenstufen und der „Schärferegler“ gleitet nach so vielen Jahren immer noch wie Butter, ohne dabei zu lose oder zu fest zu sein. Man könnte wirklich der Meinung sein früher wurde noch für die Ewigkeit konstruiert…

Ich bin fotografischer Laie und bin sicher nicht in der Lage alle Besonderheiten dieses Nikkors aus dem FF auszuloten und darüber zu schreiben, aber ich kann sagen, dass es enorm viel Spaß macht – besonders im Vergleich zu dem damals meiner D3100 beiliegendem Kit-Objektiv – das AF-S 18-55 F3,5. Für den Einsteiger ganz nice…aber mit echt hässlichem Bokeh. Mit dem 50er habe ich bisher nur minimale Tests unternehmen können…aber was ich bisher gesehen habe ist ein Unterschied wie Tag und Nacht – trotz der knapp 50 Jahre die zwischen den beiden Objektiven liegen.

Die Lichtstärke ist im vergleich fantastisch, allerdings zwingt einen die Festbrennweite zum Umdenken (nicht, dass das bei einer modernen Linse anders wäre). Dafür belohnt einen das Glas mit einem echt sahnigen Schärfeverlauf. Immer schon habe ich mich gefragt, wie die Profis diese tollen Boudoir-Shootings anstellen. Jetzt habe ich eine Ahnung…und hoffe demnächst selbst einmal Versuche in dem Feld unternehmen zu können.

Die Schärfe ist bei diesem Glas nicht ganz einfach….

Die Freistellung ist grandios (das begrabbelte Glas nicht)

Fazit:

Kann ich an dieser Stelle noch längst nicht sagen, da ich mich mit dem Glas erst vertraut machen muss. Es hat einige Mankos, die dem Alter geschuldet sind, aber ich brenne darauf mit dem Objektiv loszulegen und seine Möglichkeiten zu erforschen. Sollte sich jemand bemüssigt fühlen mich dabei unterstützen zu wollen – meldet euch! Hatte ich weiter oben Boudoir geschrieben…?  Ideen habe ich genug….

 

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Über uns Mila

Admina und Herrin dieser Seite, 34 jährige Hobbyfotografin...Möchtegernmodel...und ganz bewanderte Küchenfee. Meisterin des Wortes und allgemein recht pflegeleicht.

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